GESUNDHEIT

Zur Berichterstattung über die Ebola-Epidemie:

Mehrmals hat der TV dramatische Situationsberichte über die Ebola-Seuche in Afrika sowie die hoch komplizierte Aufnahme einzelner Patienten in Deutschland, Spanien und den USA gebracht. Die Lage ist bedrohlich. Und während sich mitten in Europa Ukrainer, Russen, Nato und die EU immer noch an der ukrainischen Grenze bekämpfen und im Nahen Osten radikalste Kalifat-Religionsfanatiker ihren Glauben und Machtansprüche durch Abschlachten von unschuldigen Mädchen, Frauen und Männern erreichen wollen, sterben in Afrika Tausende Bürger, weil Ärzte, Regierungen, Uno und WHO mit einem Virus überfordert sind. Für die militärisch hochgerüsteten Nato-Staaten wie USA, Deutschland, England, Frankreich oder Russland, die Arabischen Emirate und China sind Waffengänge mit Panzern und Raketen eher machbar, anstatt in Afrika humanitäre Hilfe durch Militärlazarette zu leisten und komplette Sanitätskorps zu entsenden. Wo bleiben Rettungskräfte vom Roten Halbmond aus der arabischen Welt? Aber im fernen Afrika sind ja nur arme Menschen betroffen, auch müssen nur Viren bekämpft werden, kein Erdbeben oder Tsunami. Auch vermisse ich Reaktionen der großen Pharmafirmen, die jetzt gefordert sind, um ein Ebola-Medikament nicht aus Profit, sondern aus humanitären Gründen auf den Markt zu bringen. Bei den Pharma-Riesen gibt es sicherlich längst Schubladenpläne, und wenn es Manager und der Aktienindex zulassen, könnte bestimmt ein Ebola-Medikament schneller als gedacht der Uno und den armen afrikanischen Bürgern zur Verfügung gestellt werden. Nicht Kriege und Geldkrisen bedrohen die Menschheit, sondern Viren, Seuchen und die schleichende, immer bedrohlichere Klimakatastrophe. Ullrich Papschik, Bitburg