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Kriminalität
Trierer Drogenpizzeria: Drei Männer stehen ab heute vor Gericht

FOTO: h_st <h_st@volksfreund.de> / Katharina De Mos
Trier. (Mos) Nach einem der größten Drogenfunde, die es in der Region Trier bisher gab, beginnt am Trierer Landgericht heute der Prozess gegen drei Kosovaren, die zuletzt in Trier lebten. Von Katharina De Mos

(Mos) Ihnen wirft die Staatsanwaltschaft vor, gewerbsmäßig mit Marihuana gehandelt zu haben. Und zwar „in nicht geringer Menge“. Gemeint sind damit mehr als 100 Kilogramm Cannabis, die aus Albanien nach Trier geschmuggelt worden waren. 93 Kilogramm der getrockneten Hanfblüten hatten die Fahnder im September 2017 in einer Garage in Trier-Nord entdeckt. Bestimmt waren sie für den Straßenverkauf in Trier und Umgebung. Drogenumschlagplatz war allerdings offenbar nicht die Garage, sondern die gleich neben der römischen Palastaula gelegene Pizzeria Te Basilika, in deren Keller sich ebenfalls ein halbes Kilo Drogen und allerlei Verpackungsmaterial fanden.

Der zu Beginn der Ermittlungen bestehende Verdacht, dass die Männer als Bande agierten, hat sich nicht erhärtet. Der 40-jährige Hauptverdächtige soll allein für die Beschaffung und die Einfuhr der Drogen aus Albanien verantwortlich gewesen sein, während die beiden jüngeren Komplizen, die beide mit ihm verwandt sind, die Drogen verkauften. Der jüngste der drei, ein 21-Jähriger, ist wieder auf freiem Fuß, die anderen beiden sitzen seit September in Untersuchungshaft.