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Reaktion auf Aussetzen der Strafzölle in der Weinbranche positiv.

Weinwirtschaft : Weinwirtschaft erleichtert: Strafzölle ausgesetzt

(hw) Nachdem die USA und die EU die gegenseitigen Strafzölle ausgesetzt haben, reagiert die Weinbranche aus der Region erleichtert. Vor allem die Moselweine haben einen hohen Anteil am US-Export (der TV berichtete).

Albrecht Ehses, Geschäftsführer International und Wein bei der Industrie- und Handelskammer Trier:  „Die Aussetzung der Strafzölle im Streit um die Subventionierung von Airbus und Boeing ist ein wichtiger Schritt in der Normalisierung der Handelsbeziehungen zwischen der EU und den USA. Die erhobenen Zusatzzölle auf deutsche Weinexporte in die USA sind eine enorme Belastung für viele regionale Betriebe, die für einen Streit in Mitleidenschaft gezogen werden, für den sie nicht verantwortlich sind.“

Der Verband Deutscher Weinexporteure (VDW) in Bonn listet die wichtigsten Exportmärkte auf: Hauptabnehmer Nummer eins für Moselweine sind die USA mit einem Mengenanteil von rund 45 Prozent und einem Wertanteil von 42,1 Prozent. Norwegen (7,5 % Menge/8 % Wert), Kanada (7 % Menge/7,4 % Wert), China (4,5 % Menge/7 % Wert) und Japan (3,3 % Menge/ 3,6 % Wert) folgen auf den Plätzen.

Im vergangenen Jahr ging der Export in die USA von 7,7 Millionen Liter zwar nur um etwa 0,2 Prozentpunkte zurück. Aber der Wert der exportierten Moselweine in die USA sank gleichzeitig 2020 um 13,5 Prozent zurück. IHK-Weinexperte Albrecht Ehses hofft deshalb nun auf eine positive Wirkung für die regionalen Winzer: „Diese Vereinbarung ist ein sehr positives Signal und und es gilt nun, die Zölle nach der Aussetzung von vier Monaten in den nachfolgenden Verhandlungen vollständig zurückzunehmen.“

Wann und wo die Rücknahme gilt, steht noch nicht genau fest: In einer gemeinsamen Erklärung der EU und der USA hieß es, die vorübergehende Aussetzung der Strafzölle werde in Kraft treten, sobald das interne Prozedere dazu auf beiden Seiten abgeschlossen sei. Die Schritte signalisierten die Entschlossenheit beider Seiten zu einem „Neuanfang der Beziehungen“.