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Der "Grüne Pfad" weist neue Tourismuswege

Der "Grüne Pfad" weist neue Tourismuswege

SCHWEICH. Landwirtschaft und Weinbau als attraktives Tourismusangebot mit Erlebnischarakter: Dieses Ziel hat sich die regionale Interessengemeinschaft (IG) "Erleben und Genießen Eifel-Mosel-Hunsrück" gesetzt, in der verschiedene Betriebe der Region zusammenarbeiten. In Schweich stellte sie gestern ihren neuen Prospekt mit Titel "Der Grüne Pfad" vor.

Präsentiert wurde die Neuerscheinung im Museumsbetrieb "Molitorsmühle" in Schweich, der ebenfalls in der IG "Erleben und Genießen Eifel-Mosel-Hunsrück" mitarbeitet. Während "Müllerstochter" Gisela Scholtes bei dieser Gelegenheit den Schweicher Museumsbetrieb demonstrierte, stellten andere IG-Mitglieder eine weite und schmackhafte Palette ihrer Erzeugnisse vor. Dem Gast mehr bieten als nur ein Bett

Die IG ist kein eingetragener Verein, sie stützt ihre Arbeit an den agrartouristischen Projekten aber auf eigene Statuten. Gefördert wird sie von der EU und dem Land Rheinland-Pfalz. Ihre Ursprünge reichen bis Anfang der 90er-Jahre. Wegen zunehmender Probleme in der Agrarwirtschaft war das Land damals bemüht, den Bauern- und Winzerhöfen ein zweites Standbein in der Touristik zu schaffen. Mit Unterstützung der ehemaligen Lehr- und Versuchsanstalten wurden unter dem Motto "Mehr als ein Bett" Unternehmerschulungen für die Betriebe angeboten und Erfahrungsaustausch-Gruppen aufgebaut. Ziel war es, den Gästen mehr als nur Unterkunft und Verpflegung zu bieten. IG-Sprecherin Barbara Wünsch-Schirmer (Waldrach): "Damals hat der ,harte Kern‘ der IG zueinander gefunden. Unser erstes Projekt war der Veranstaltungskalender ,Die Woche teilen mit Freunden', der nun schon im zwölften Jahr erscheint." Inzwischen gehören 25 Landwirtschafts-, Winzer- und Gastronomiebetriebe der IG an. Sie sind verteilt über die Landkreise Bernkastel-Wittlich, Birkenfeld, Cochem-Zell, Daun und Trier-Saarburg. Neben der Beherbergung entstanden ungewöhnliche Angebote, darunter Bauern- und Winzerhofcafés, Heuherbergen, Direktvermarktung in den Betrieben und die Idee der regionalen Küche in Restaurants. Um dies alles in zusammengefasster und übersichtlicher Form präsentieren zu können, veröffentlichte die IG im Jahr 2003 ihre erste Broschüre "Der grüne Pfad". In der 15 000 Exemplare umfassenden Neuauflage stellen sich nun 25 Betriebe vor - von Gillenfeld bis Idar-Oberstein und von Treis-Karden bis Wincheringen. Das von Stephan Zanders ansprechend wie übersichtlich gestaltete Heft enthält die Adressen der Mitglieder, Öffnungszeiten und Kurzbeschreibungen der Betriebe.Veranstaltungskalender als Ergänzung

Sie alle sind auch in einer Karte der Region verzeichnet, mit deren Hilfe sich der Nutzer individuelle Routen entlang der verschiedenen Angebote zusammenstellen kann. Wie schon erwähnt, wird der "Grüne Pfad" vom wöchentlich erscheinenden Veranstaltungskalender ergänzt. Projektleiterin Martina Engelmann-Hermen von der Mosellandtouristik in Bernkastel-Kues: "Wir wollen den Gästen ein besonderes Erlebnis außerhalb der touristischen Trampelpfade bieten." Der Prospekt und der Veranstaltungskalender sind bei den Mitgliedsbetrieben - gekennzeichnet durch das Grüne-Pfad-Symbol - und bei den Tourist-Informationen erhältlich. Allgemeine Informationen, Betriebsbeschreibungen, Termine und Links zu den Web-Seiten der Betriebe im Internet unter www.der-gruene-pfad.de