Durch ein kleines Loch

BITBURG. (red) Über die Schlüssellochchirurgie in der Frauenheilkunde informierte Dr. Josef Spanier, Chefarzt der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe im Bitburger Clemens-August-Krankenhaus, beim fünften Vortrag des Bitburger Gesundheitsforums in diesem Jahr.

Bei der so genannten Schlüssellochchirurgie verzichtet der Operateur auf eine breite Eröffnung der erkrankten Körperregion oder Körperhöhle. Stattdessen führt er ein Endoskop in die Bauchhöhle ein, durch das er das zu operierende Organ ansehen und auch operieren kann. Auch in der modernen Gynäkologie werden diese effektiven, schonenden Operationsmethoden seit geraumer Zeit angewandt. Wie eine solche Operation im Detail aussieht, veranschaulichte Spanier mittels zahlreicher Originalfotos und Zeichnungen. Die Vorteile dieser Eingriffe, so Spanier, liegen darin, dass sie für die Patientinnen schonender und weniger schmerzhaft sind, dass die Frauen oft schneller aus dem Krankenhaus entlassen werden können und dass die sichtbaren Narben nur klein sind. In vielen Fällen seien solche Behandlungen sogar auch ambulant möglich, so dass die Patientin noch am Operationstag das Krankenhaus wieder verlassen könne. Den Schwerpunkt des Vortrags bildeten mögliche diagnostische und therapeutische Verfahren im Bereich der Gebärmutter und der Eierstöcke. Nach seinem Vortrag stellte sich der Referent den Fragen der Zuhörerschaft zum Thema "Schlüssellochchirurgie in der Gynäkologie". Zahlreiche Fragen und Anmerkungen, auch von betroffenen Bürgerinnen, waren der Beweis für das große Interesse an diesem Thema und an dem Bitburger Gesundheitsforum allgemein. Der nächste Vortrag im Rahmen des Bitburger Gesundheitsforums findet am Donnerstag, 25. September, um 19 Uhr in der Aula des Schulzentrums St. Matthias Bitburg statt. Als Referent wird Dr. Diedrich Schlenkhoff, Facharzt für Chirurgie und Chefarzt der Abteilung für Chirurgie im Clemens-August-Krankenhaus Bitburg, zum Thema "Die Wunde - von der ersten Hilfe bis zur chronischen Wunde" sprechen.

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