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Neue Terrasse, alter Brunnen

Neue Terrasse, alter Brunnen

Der Duppborn soll lebendiger werden: Der Stadtrat Prüm hat beschlossen, beim Umbau im nächsten Jahr eine 50 Quadratmeter große Fläche für Außengastronomie einzurichten. Der Brunnen bleibt wie geplant erhalten, sein genauer Standort ist noch unklar.

Prüm. Der Hahnplatz gleicht einer Mondlandschaft, die angrenzenden Straßen sind für den Verkehr gesperrte Schotterpisten - als quasi letzter Hort der Ruhe blieb bisher nur der Duppborn am Eingang zur unteren Hahnstraße vom Baugeschäft verschont. Ab dem kommenden Frühjahr - oder spätestens im Sommer - wird aber auch hier saniert. Der Prümer Stadtrat hat sich nun mit ersten Entwürfen des Hahnplatz-Architekten Maik Böhmer befasst.Wartehaus verschwindet


"Wir hatten im Stadtrat beschlossen, den Duppborn vorerst aus den Planungen rauszulassen, nun gab es aber eine Anfrage von Bürgern, sodass wir das Büro jetzt doch um einen Vorschlag gebeten haben", sagte Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy. Anwohner seien mit der Bitte auf sie zugekommen, am Duppborn eine Fläche für Außengastronomie einzuplanen, "um den Platz etwas mehr mit Leben zu erfüllen." Böhmer habe sehr kurzfristig einen ersten Entwurf erstellt.
Der Architekt wisse, dass es auf dem Platz auch wieder Raum für die Brunnenanlage geben müsse, die genaue Stelle sei im vorgelegten ersten Entwurf noch nicht ausgewiesen, sagte die Stadtbürgermeisterin. "Dafür fehlte einfach die Zeit."
Robert Ennen, Fachbereichsleiter für Natürliche Lebensgrundlagen und Bauen, stellte den Entwurf vor: " Es blieb alles beim Alten: Es gibt eine große Grünfläche, ein Bereich für Stauden ist vorgesehen, für die noch nicht ausgewiesene Brunnenfläche gibt es genug Platz. Neu hinzugekommen ist jetzt in der Mitte eine Terrasse. Im Plan steht sie noch mit 35 Quadratmetern, sie soll aber etwa 50 Quadratmeter groß werden." Die Mehrkosten für die Einrichtung der Außengastronomie hielten sich mit 6000 Euro in Grenzen.
Auf Nachfrage Monika Rolefs (FWG) versicherte Ennen, dass das noch stehende Wartehäuschen des längst verlegten Busbahnhofs (der TV berichtete) wie geplant abgerissen werde. Dazu Monika Rolef: "Gut, ich frage nur so genau nach, weil es uns ja einst gegen unseren Willen aufs Auge gedrückt wurde, nicht dass es nun plötzlich bleiben soll."
Einigkeit zeigte der Stadtrat zum Vorschlag Mathilde Weinandys, die Gastronomiefläche etwas größer zu planen. "Ich bin ebenfalls für mehr Platz, damit die Außengastronomie auch wirklich anständig betrieben werden kann", sagt Julia Peter (CDU). "Sie soll hier hinkommen und dann sollte sie auch ausreichend Platz haben", kommentiert Markus Fischbach (SPD).
Eine Sicht, der sich auch Erich Reichertz (FWG) anschließt, allerdings ist er misstrauisch in Sachen Brunnenplanung: "Außengastro ist in Ordnung, aber ohne dass der Brunnen tatsächlich eingeplant ist, kann ich keinem Plan zustimmen." Er fürchte, dass der Brunnen stillschweigend abmoderiert werde.
Auch auf Versicherung Weinandys, dass die Stelle für den Brunnen allein aus Zeitgründen noch nicht festgelegt wurde, ist Reichertz nicht zu überzeugen und enthält sich bei der Abstimmung: "Wenn er einmal weg ist, ist er weg."
Mathilde Weinandy bezog erneut Stellung: "Der Rat hat beschlossen, dass der Brunnen bleibt - Punkt. Maik Böhmer ist nur gerade mit so vielen anderen kleinen Details beschäftigt, dass das noch nicht drin war." Sie appellierte für mehr Vertrauen: "Warum sollte sich Böhmer ausgerechnet in diesem Punkt nicht an unsere Vorgaben halten?"Extra

Auf Antrag der CDU-Fraktion wurde ein Beschluss, der sich mit der Veränderung der momentanen Parkregelungen in Prüm befasst, vertagt. Die Fraktion der Prümer Bürgerbewegung und der Freien Wählergemeinschaft regte an, Parkplätze am Gerberweg und der Bahnhofstraße mit Parkuhren zu bewirtschaften und auch samstags Gebühren fürs Parken zu verlangen. Die christdemokratische Mehrheit sprach sich für mehr Beratungszeit aus und verwies darauf, dass der Rat im Sommer beschlossen hatte, sich erst nach Fertigstellung des Hahnplatzumbaus erneut mit dem Thema zu befassen. In der jüngsten Ratssitzung wurde zudem beschlossen, auf dem Achterweg testweise zur weiteren Verkehrsberuhigung in Höhe der Grundschule Fahrbahnschwellen zu installieren. Zudem sollen Autos vor der ehemaligen Hauptschule auf der Wandalbertstraße mit einer Verlängerung der bereits bestehenden Fahrbahnerhebung besser ausgebremst werden. aff