Und wieder dreht sich alles um die Rotoren

Und wieder dreht sich alles um die Rotoren

In seiner letzten Sitzung des Jahres wird sich der Rat der Verbandsgemeinde Südeifel erneut mit der Windkraft auseinandersetzen müssen. Der Neuerburger Stadtrat hat das bereits hinter sich. Allerdings auch nur für dieses Jahr.

Irrel/Neuerburg. Wenn sich Ereignisse mit dem Redaktionsschluss einer Zeitung überschneiden, birgt das ein gewisses Risiko.
Doch sollte gestern Abend alles so gelaufen sein wie geplant, dann dürfte es nun in Neuerburg eine Bürgerinitiative geben, die sich vorrangig gegen den Bau von zwei Windkraftanlagen auf gemeindeeigenen Flächen der Stadt Neuerburg richtet. Was diese Anlagen betrifft, so wurde darüber bereits einen Tag vorher, nämlich am Montagabend, in der Sitzung des Neuerburger Stadtrats informiert.
Bei dieser Sitzung waren auch drei Windkraftgegner anwesend, denen seitens des Rats die Möglichkeit eingeräumt wurde, ihre Bedenken zu äußern. Viel bewirken konnten die drei Bürger damit allerdings nicht. Denn der Rat hat bereits vor gut zwei Monaten mit deutlicher Mehrheit beschlossen, auf Lindscheid eine etwa 83 Hektar große Fläche für den Bau von zwei Windkraftanlagen bereitzustellen. Und an diesem Beschluss kann selbst die Bürgerinitiative nichts ändern.
Wenn überhaupt, so können die Neuerburger Pläne eigentlich nur noch durch den Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde Südeifel durchkreuzt werden.
Plan wird überarbeitet


Dieser Plan, der derzeit für den Teilbereich Windkraft überarbeitet wird, legt fest, wo zukünftig die Errichtung neuer Windräder möglich sein wird.
Und sollten sich im Laufe des Planungsverfahrens im Bereich Lindscheid natur- oder artenschutzrechtliche Bedenken ergeben, so hätte sich damit unter Umständen das Thema Windkraft für Neuerburg erledigt. Für den Flächennutzungsplan zuständig ist der Verbandsgemeinderat, der heute in Irrel tagt und dabei auch dieses Thema auf der Tagesordnung hat. Unter anderem muss sich der Rat dabei auf eine einheitliche Abstandsreglung verständigen.
Zwar hatten sich die beiden ehemaligen Verbandsgemeinden Neuerburg und Irrel vor ihrem Zusammenschluss bereits auf Kriterien verständigt. Diese sind jedoch unterschiedlich und müssen deshalb nun angepasst werden.

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