Wenn Orgeln sprechen...

KYLLBURG. Fortsetzung der Kyllt(o)ur mit einem Konzert für zwei Orgeln und Saxophon: In der Stiftskirche in Kyllburg erlebten die Zuhörer mit dem Wechselspiel zwischen Orgel und Saxophon einen Musikgenuss der besonderen Art.

Die Kyllburger Stiftskirche ist nicht nur das bedeutendste Bauwerk der Kurstadt, das Gotteshaus verfügt auch gleich über zwei Orgeln. Auf der 1775 erbauten Empore hat die barocke Orgel der Gebrüder Stumm ihren Platz. Seit vergangenem Herbst steht zudem eine rund 100 Jahre alte romanische Orgel im vorderen, linken Kirchenschiff. Ohne die beiden Königinnen der Instrumente, wie die Orgel auch genannt wird, wäre das Konzert am Sonntag nicht möglich gewesen. Musiker loben Akustik der Kirche

"Die Kombination von Orgel und Saxophon finde ich perfekt. Die beiden Instrumente können gleichberechtigt miteinander kommunizieren. Der Raum ist von jedem einzelnen Instrument bereits erfüllt. Das Wechselspiel in der wunderbaren Akustik dieser Kirche ist toll", sagte Saxophonist Christoph Falley. Bei manchen Stücken des Konzerts im Rahmen der Kyllt(o)ur-Reihe wandelte er durch die Weite des Kirchenschiffs und steigerte damit noch das räumliche Klangerlebnis. An den Orgeln musizierten die Bitburger Organisten Helmut Schwindling und Christian Kiefer. Auf dem Programm standen unter anderem Werke von Johann Sebastian Bach und Jean Langlais. Faszinierend war nicht nur das virtuose Spielvermögen jedes einzelnen Musikers, sondern vor allem ihr Zusammenspiel, bei dem Orgeln und Saxophon musikalisch ins Gespräch kamen. Das knapp zweistündige Konzert gipfelte in einer Improvisation über eine Choralmelodie, bei der die Musiker ihrer Spielfreude freien Lauf ließen. "Ein wunderschönes Konzert, das fabelhaft in die Kyllt(o)ur-Reihe passt", sagte eine Konzertbesucherin. Mit großem Applaus verliehen die Zuhörer ihrer Begeisterung Ausdruck.

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