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Wenn Raser kein Ende finden

Wenn Raser kein Ende finden

An der B-51-Abfahrt zum Flugplatz Bitburg ist es 2010 zu sechs Unfällen beim Einfädeln am Ende der Überholspur gekommen. Im Drei-Jahres-Vergleich zeigte die Analyse der Unfall-Kommission, die gestern getagt hat, dass der Knotenpunkt an der L 5 hinter Rittersdorf gefährlich ist.

Bitburg. Damit die Straßen im Altkreis Bitburg sicherer werden, analysiert die Unfall-Kommission (siehe Extra) das Unfallgeschehen. Strecken, auf denen sich auf 300 Metern binnen eines Jahres fünf gleichartige Unfälle ereignet haben, gelten dabei als Unfallschwerpunkte.
Zudem werden besondere Gefahrenstellen ausfindig gemacht. Das sind Strecken, auf denen es in den vergangenen drei Jahren auf einem Kilometer drei oder mehr Unfälle mit Schwerverletzten gab.

Unfallschwerpunkt: Probleme gibt es auf der B 51 bei Bitburg. Aus Fahrtrichtung Trier kam es 2010 zu sechs Unfällen kurz vor der Abfahrt zum Flugplatz: Überholende Fahrzeuge bemerkten das Ende der Überholspur zu spät und prallten beim Versuch, sich einzufädeln, in den Verkehr auf der rechten Spur.
"Die überholenden Fahrer sind zu schnell, beachten die Hinweis-Schilder auf das Ende der Überholspur nicht, und andererseits halten viele LKW-Fahrer auf der rechten Spur die geforderten Mindestabstände nicht ein, was das Einfädeln erschwert", sagt Wolfgang Zenner von der Polizei Bitburg. "Wir werden die roten Kegel, die das Ende der Überholspur eigentlich optisch hervorheben, nun zum Teil wieder abbauen, damit überholende Fahrer im Notfall auf die weiß-gestrichelte Sperrfläche ausweichen können, statt in den fließenden Verkehr zu prallen", sagt Alois Gerharz vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein.
Das Überfahren der Sperrfläche ist aber eigentlich verboten, weshalb die Polizei Kontrollen ankündigt.

Gefahrenstelle: Am Knotenpunkt, wo auf die L 5 hinter Rittersdorf bei Wollmühle die L 12 aus Oberweiler und die K 74 aus Nattenheim münden, gab es in den vergangenen drei Jahren fünf Unfälle mit Schwerverletzten sowie 2008 einen Verkehrstoten. "Hauptproblem ist, dass die einmündenden Fahrer die Vorfahrt der Fahrzeuge auf der L 5 missachten", sagt Zenner. "Um die Sicht am Knotenpunkt zu verbessern, haben wir Hecken und Bäume massiv zurückgeschnitten und Stopp- anstelle der Vorfahrtachten-Schilder aufgestellt", sagt Gerharz. Hinzu kommt: Die L 5 ist mit vielen Schlaglöchern eine wahre Buckelpiste. Die Fahrbahndecke ist ramponiert. Von fünf Unfällen, die sich dort 2010 ereignet haben, wurden zwei Menschen schwer verletzt. Nun gilt Tempo 70, und es warnen "Schleudergefahr"-Schilder. Die Unfall-Kommission will sich beim Land für die Sanierung der L 5 einsetzen. In der Unfall-Kommission arbeiten Vertreter von Polizei und der Straßenmeisterei Bitburg, der Stadt Bitburg und der Verbandsgemeinden Bitburg-Land, Speicher, Irrel, Kyllburg und Neuerburg sowie der Kreisverwaltung unter Vorsitz des Landesbetriebs Mobilität Gerolstein. scho