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Zwist um die Dasburg: Lösung erscheint am Horizont

Zwist um die Dasburg: Lösung erscheint am Horizont

Im Streit um die Verpachtung der Dasburg und des Forsthauses auf der Anlage zeichnet sich nach Angaben von Andreas Kruppert, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld, eine einvernehmliche Lösung ab. Details wollen die Parteien demnächst bekanntgeben.

Dasburg. Andreas Kruppert ist erleichtert: "Ein gutes, faires und konstruktives Gespräch" habe man am Donnerstag geführt, sagt der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld im Gespräch mit dem TV.
Die Beteiligten neben Kruppert: Dasburgs Ortsbürgermeister Werner André, Burgpächter Dieter Thommes und die Vertreter der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE), Thomas Metz (Direktor) und Armin Kraft, Leiter der Abteilung Liegenschaften.
Zweck der Runde: Alle Ungereimtheiten und Kritikpunkte auszuräumen, die sich nach der GDKE-Entscheidung ergeben hatten, die Burg und das Forsthaus an Privatmann Thommes und nicht an die Ortsgemeinde zu verpachten (der TV berichtete).
Das Gespräch hatte Christian Nosbüsch angeregt, der Vorsitzende des Vereins "historisches Dasburg" und ehemalige Ortsbürgermeister. Anlass: Die Vorstellung der Thommes-Pläne im Gemeindehaus vor einigen Wochen. Damals war Thommes auf wenig Zustimmung bei vielen der anwesenden Bürger und Gemeindevertreter gestoßen.
Einer der Kritikpunkte seitens der Gemeinde: Thommes konzentriere sich nur auf das Forsthaus, in dem er Ferienwohnungen einrichten und Antikmöbel zum Verkauf anbieten möchte. Die in der Ausschreibung angeführte Öffnung der Stollen unter der Burg sieht er nicht vor. Die Gemeinde hatte außerdem, anders als Thommes, Vorführungen einer Falknerei auf der Anlage geplant und wollte Hochzeiten im Forsthaus ermöglichen, bei denen örtliche Gastronomen Essen und Getränke hätten liefern können. Nun scheint man sich aber einer einvernehmlichen Regelung zu nähern: "Es zeichnet sich ein Lösungsweg ab", sagt Kruppert. "Der wird im Moment geprüft." Einzelheiten wollen die beteiligten Parteien noch nicht bekanntgeben, man habe Schweigen vereinbart, sagt der Bürgermeister. Aber man sei übereingekommen, "die Vergangenheit Vergangenheit sein zu lassen. Ich bin froh, dass die Dinge angepackt werden konnten und voller Hoffnung, dass wir da jetzt eine Lösung finden werden."
Auch Ortsbürgermeister Werner André hält sich strikt an die Schweigepflicht: "Ich kann da wirklich nichts sagen. Aber es wurden alle Interessen abgewogen." Dieter Thommes war gestern telefonisch nicht zu erreichen.
Nach Krupperts heute beginnendem Urlaub und der Prüfung des Lösungsvorschlags will man sich in gut zwei Wochen erneut zusammentun und dann in einer gemeinsamen Mitteilung darlegen, was im Einzelnen auf der Burg geschehen soll. fpl