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71 Kinder, 516 Bücher, 76 780 Seiten

Diese Jungs haben die meisten Seiten gelesen: Lukas Klein aus Hermeskeil (rechts) verschlang in den Ferien 4380, Valentin Israel aus Gusenburg (links) 3866 und Simon Stuhlträger aus Hermeskeil 3688 Buchseiten.TV-Foto: Herbert Thormeyer
Diese Jungs haben die meisten Seiten gelesen: Lukas Klein aus Hermeskeil (rechts) verschlang in den Ferien 4380, Valentin Israel aus Gusenburg (links) 3866 und Simon Stuhlträger aus Hermeskeil 3688 Buchseiten.TV-Foto: Herbert Thormeyer
Hermeskeil. Mit 34 Buben und 37 Mädchen, die zusammen 516 Bücher mit 76 780 Seiten gelesen haben, schloss der diesjährige Lesesommer ab. Zum fünften Mal war unter den 150 Bibliotheken auch Hermeskeil dabei. Mit Hilfe von Sponsoren waren dafür eigens neue Bücher angeschafft oder welche aus der Landesbüchereistelle Koblenz ausgeliehen worden.

Hermeskeil. Ob Comics oder ein spannender Kinderkrimi, der zehnjährige Lukas Klein vertieft sich in jeden Lesestoff: "Da kann man sich so richtig in die Geschichte hineindenken." Er ist auch der fleißigste Leser beim Lesesommer, an dem die Stadtbücherei Hermeskeil zum fünften Mal teilgenommen hat.
Leseratten und Bücherwürmer


Der junge Hermeskeiler schaffte 4380 Seiten. "Wir zählen nicht die Bücher, weil ja jeder Band verschieden dick ist", erklärt dazu die Leiterin Marion Adams.
Gemeinsam mit Stadtbürgermeister Mathias Queck übergab sie die Preise an die jungen Leseratten und Bücherwürmer. 3866 Seiten kamen bei Valentin Israel aus Gusenburg zusammen. Bei Simon Stuhlträger aus Hermeskeil waren es 3688. "Insgesamt wurden 516 Bücher mit zusammen 76 780 Seiten gelesen", hat Marion Adams zusammengezählt.
Die 34 Jungen und 37 Mädchen zwischen sechs und 16 Jahren stammen aus 15 Orten in den Verbandsgemeinden Hermeskeil, Thalfang und Kell sowie aus dem saarländischen Nonnweiler. Auch 24 Neuanmeldungen kamen so ganz nebenbei zusammen. Aber einfach zu behaupten, das Buch gelesen zu haben, funktioniert bei diesem Wettbewerb nicht. Sieben ehrenamtliche Helfer fühlten den jungen Lesern mit Fragen nach dem Inhalt auf den Zahn. Für jedes Buch musste glaubhaft erklärt werden, worum es darin ging.
Jedes Kind bekam eine Urkunde. "Es gibt Schulen, die diese Leistung auf dem Zeugnis berücksichtigen", erklärt die Büchereileiterin. Für Lukas ist lesen wie Kino im Kopf. Wenn ein Buch verfilmt wurde, ist er manchmal etwas enttäuscht: "Die Figuren und Landschaften sind da oft ganz anders, als ich sie mir vorgestellt habe." Mutter Daniela verrät: "Lukas fängt jetzt schon selbst an, Geschichten zu schreiben."
Als Preis gewannen alle zusammen den Auftritt von Zauberer Jabutri aus Trier, der Kinder im Mehrgenerationenhaus mit seinen Tricks verblüffte. Ferner können alle noch hoffen, dass ihr Los in der großen Trommel auf Landesebene im Oktober in Neustadt/Weinstraße gezogen wird. Da gibt es unter anderem eine Reise in einen Vergnügungspark nach Rust und E-Book-Reader zu gewinnen. doth