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Lampaden investiert 135 000 Euro in Infrastruktur

Von der B 268 führt die Kreisstraße 45 bislang nur als Holperpiste Richtung Obersehr. Jetzt wird sie saniert. TV- Foto: Herbert Thormeyer
Von der B 268 führt die Kreisstraße 45 bislang nur als Holperpiste Richtung Obersehr. Jetzt wird sie saniert. TV- Foto: Herbert Thormeyer
Lampaden. Die Ortsgemeinde Lampaden investiert weiter in ihre Infrastruktur. Rund 65 000 Euro neue Schulden sind dafür notwendig. Wichtigste Projekte sind die Planung zum Ausbau der Kapellenstraße und die Erschließung einer Gemeindestraße im Ortsteil Obersehr.

Lampaden. "Seit gut zehn Jahren haben wir um den Ausbau der Kreisstraßen 43 und 45 gekämpft. Endlich ist es so weit", freut sich der Lampadener Ortsbürgermeister Ewald Hermesdorf. Bis Ende Juni sollen die beiden Trassen fertig sein, in die der Kreis 440 000 Euro investiert.
In der Sitzung des Lampadener Ortsgemeinderates wurden im Zuge der Haushaltsberatungen innerörtliche Investitionen beschlossen. 15 000 Euro Planungskosten beinhaltet der Ausbau der Kapellenstraße. Planer Joachim Marx zeigte dem Rat seinen ersten Entwurf der 180 Meter langen Straße, die 2012 in Angriff genommen werden soll und die fast 130 000 Euro kosten wird.
60 Prozent davon werden Grundstückseigentümer mit Beiträgen begleichen. Den Rest trägt die Ortsgemeinde und hofft dabei auf Landeszuschüsse. "Der Unterbau ist schwach. Ein Vollausbau ist unumgänglich", erklärte Marx dem Rat. Wie teuer ein zusätzlicher Gehweg wird, der eine Hangsicherung nötig macht, und was verkehrsberuhigende Maßnahmen kosten, will der Planer noch ermitteln.
90 Prozent der Kosten von 52 000 Euro für die Gemeindestraße, die erstmals in Obersehr ausgebaut wird, tragen dort die vier Anlieger, die seit dem Beschluss einer Abrundungssatzung im Jahr 1996 nur schwer von dieser Pflicht überzeugt werden konnten. "Sobald der Haushalt von der Kommunalaufsicht genehmigt ist, werden wir das Projekt ausschreiben", machte Hermesdorf klar. Aus einem Wirtschaftsweg wird dann eine Gemeindestraße.
Mit 21 600 Euro sind die Zuwegung und Stromversorgung des Jugendzeltplatzes ein weiterer dicker Brocken im Haushalt. Die Erneuerung der maroden Klinkbachbrücke kostet 15 000 Euro.
Von der Gesamtinvestition von 135 000 Euro belasten 65 000 Euro die Ortsgemeinde Lampaden. Dieser Betrag muss als Kredit ausgeglichen werden.
"Es ist in absehbarer Zeit nicht erkennbar, dass sich das Haushaltsloch schließt", bedauerte der Keller Verwaltungschef Werner Angsten vor dem Rat. Ende letzten Jahres lag die Kreditschuld Lampadens bei 286 213 Euro. Immerhin konnten im vergangen Jahr sechs Baugrundstücke im Wert von 224 289 Euro verkauft werden, was die Bilanz entlastet.
Wie ein roter Faden zog sich der Dauerzwist zwischen dem ehemaligen Beigeordneten Martin Marx und Ortsbürgermeister Ewald Hermesdorf durch die Sitzung. Marx warf dem Ortschef eigenmächtiges Handeln vor, beispielsweise beim Versetzen von Glascontainern an einen anderen Standort. "Darf man hier denn nicht mehr selbstständig denken", konterte Hermesdorf.
Der Rat verabschiedete den Haushalt mit großer Mehrheit. Martin Marx und Albert Mergens stimmten dagegen.
Auch die Windenergie war Thema im Lampadener Rat. Ein Bericht dazu folgt.doth