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Hunsrückort nimmt nächste Hürde

Gemeinsam beim Gebietsentscheid: Viele Dorfbewohner waren dabei, als die Kommission Thalfang Anfang Juni besucht hat. Nun steht fest: Die Gemeinde ist eine Runde weiter. TV-Foto: Hannah Schmitt
Gemeinsam beim Gebietsentscheid: Viele Dorfbewohner waren dabei, als die Kommission Thalfang Anfang Juni besucht hat. Nun steht fest: Die Gemeinde ist eine Runde weiter. TV-Foto: Hannah Schmitt
Thalfang. Die Mission geht weiter: Thalfang hat beim Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" den Sprung in den Landesentscheid geschafft. Ein Ergebnis, mit dem Ortsbürgermeister Burkhard Graul so nicht gerechnet hat. Hannah Schmitt

Thalfang. Stolz und überrascht, so fühlt sich Thalfangs Ortsbürgermeister Burkhard Graul. Gestern hat ihn die frohe Nachricht erreicht: Thalfang hat sich im Gebietsentscheid des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" durchgesetzt und nimmt nun am Landesentscheid teil. "Nein, damit habe ich wirklich nicht gerechnet", erzählt Graul, der eigentlich gerade im Urlaub ist. Nach der Feedback-Runde mit der Jury im Anschluss an den Gebietsentscheid Anfang Juni sei er zwar voller Hoffnung gewesen, aber die anderen Gemeinden habe er auch als stark empfunden. Direkte Konkurrenten in der Hauptklasse waren Waxweiler, Aach, Katzwinkel, Mannebach, Weinsheim und Wiesbaum. Graul: "Die habe ich mir natürlich angeschaut, man muss ja auch sehen, was die anderen machen." Doch nach dem Ortsrundgang mit der Gebietsjury waren bereits alle voll des Lobes für den Hunsrückort. Thalfang sei eine Gemeinde, "die extrem in Entwicklung ist", "mit besonderem Engagement in energetischen Dingen", "die so aktiv ist" und die "nichts dem Zufall überlässt" lautete das erste Fazit der Kommission.
Nun ist die offizielle Begründung da: Thalfang habe nahezu Vollbeschäftigung aufgrund der vorbildlichen Vorgehensweise in Planung und Umsetzung der Entwicklungskonzepte und wirtschaftlichen Initiativen, heißt es vonseiten der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier. Zudem zeugten die Versorgungsstruktur, das Angebot an Dienstleistungen und die Zahl der kulturellen und sportlichen Aktivitäten von einer aktiven Bürgerschaft sowie einem intakten Vereinsleben.
Landesentscheid im August


Auch habe der 1800-Einwohner-Ort konsequent die Innen- vor der Außenentwicklung vorangetrieben. Als besonders sinnvoll wertete die Jury die Rücknahme eines bereits geplanten Neubaugebiets wegen der demografischen Entwicklung. Bemerkenswert seien zudem die fließenden landschaftlichen Übergänge und die sensible Friedhofsgestaltung.
Das Weiterkommen sei gerechtfertigt, sagt deshalb der erste Beigeordnete der Gemeinde, Ingo Brörmann. "Thalfang hat schon einiges zu bieten." Das weiß auch Verbandsgemeinde-Bürgermeister Hans-Dieter Dellwo: Der Sieg sei eine Anerkennung für das, was in den vergangenen Jahren in Thalfang geleistet wurde. "Natürlich ist das Ergebnis auch für die Verbandsgemeinde (VG) wichtig." Es zeige, welchen wichtigen Beitrag die Ortsgemeinde für die VG leiste.
Nun geht es im August beim Landesentscheid weiter. Dafür hält Graul an der bisherigen Strategie fest, denn die sei sowieso auf Zukunftsfähigkeit ausgerichtet. Und auch Brörmann ist guter Dinge: "Ich bin zuversichtlich, dass wir nach Berlin kommen."
Extra

Neben Thalfang ist auch Waxweiler (Eifelkreis Bitburg-Prüm) in der Hauptklasse in den Landesentscheid eingezogen. In der Sonderklasse, in der alle Gemeinden starten, die bei einem früheren Wettbewerb bereits im Gebietsentscheid standen, hat sich Kerpen (Vulkaneifelkreis) durchgesetzt. Aus dem Kreis Bernkastel-Wittlich war nur Enkirch ins Rennen gegangen. hsc