Bestattung auf Rasenfeld auch im Sarg

Bestattung auf Rasenfeld auch im Sarg

Es kommt immer öfter vor, dass die Angehörigen vor Ort fehlen, um das Grab des Verstorbenen zu pflegen. Auf die Bedürfnisse nach pflegeleichteren Gräbern hat die Stadt Saarburg reagiert: Nach dem Urnenrasenfeld gibt es nun auch eines für Särge.

Saarburg. Es tut sich wieder was im Bestattungswesen der Stadt Saarburg: Auf dem Friedhof Beu rig ist ab sofort die Erdbestattung auf einem Rasenfeld möglich. Nun können also auch Särge auf einem Grabfeld mit eingelassener Grabplatte beerdigt werden. Dazu wurde die Satzung des Friedhofs- und Bestattungswesens der Stadt Saarburg entsprechend geändert.
Es gibt in der Verbandsgemeinde Saarburg bereits viele verschiedene Formen der Bestattung - auch anonyme wie in Beu rig, Schoden und Ockfen (der TV berichtete). Immer beliebter werden auch die Rasengräber, gerade weil oft Angehörige vor Ort fehlen, die das Grab pflegen können.
Bisher war es nur auf dem Friedhof Friedensaue möglich, ein Rasenfeldgrab mit eingelassener Grabplatte für die Urnenbeisetzung zu kaufen.
Bei Rasenfeldgräbern wird eine Platte mit dem Namen des Verstorbenen gesetzt. Die Platte ist in der Größe und der Schrift und im Material für alle Gräber gleich. Es ist also keine anonyme Bestattung. Es entfällt jedoch die Grabpflege und das Aufstellen eines Grabsteins.
Die Rasengrabfelder werden statt von Angehörigen von der Stadt bepflanzt und für die Dauer der Ruhezeit unterhalten. Dazu gehört das Herrichten des Grabes, die Pflege der Rasenfläche wie Mähen oder Düngen, die Kosten für Dünger und Saatgut sowie das Abräumen der Grabplatte nach Ablauf der Ruhezeit.
Damit diese Pflege seitens der Stadt möglich ist, können auf diesen Gräbern weder Blumenschmuck noch Grablampen aufgestellt oder Blumen gepflanzt werden. Die Friedhofsverwaltung ist berechtigt, den Schmuck zu entfernen. jka
Ein Rasenfeld-Erdgrab kostet laut VG-Verwaltung genauso viel wie eine normale Erdbestattung: Für ein Reihengrab auf dem Rasenfeld sind 450 Euro fällig. Hinzu kommen 2500 Euro, die für die Pflege in den 25 Jahren Ruhezeit gezahlt werden müssen. Ein Familiengrab ist auch möglich - es kostet 700 Euro plus 3000 Euro für die 30-jährige Pflege.

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