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Burgsanierung wird teurer als geplant

Burgsanierung wird teurer als geplant

165 000 Euro hat die Stadt Saarburg in ihren Haushalt für die Sanierung der Burg Saarburg eingestellt. Nicht genug Geld, um die geplanten Schritte durchzuführen. Daher wird in diesem Jahr nur die Mauer des Burgfrieds in Richtung Saar instand gesetzt.

Saarburg. (cju) Sie wird zur Daueraufgabe für die Stadt Saarburg. Denn die Burg Saarburg ist marode und dringend sanierungsbedürftig. Eigentlich hatte die Stadt geplant, in diesem Jahr die Mauer des Burgfrieds, die Stützpfeiler und die Mauer vor dem Sanitärgebäude zu sanieren. Doch zu hohe Kosten machen der Stadt jetzt einen Strich durch die Rechnung. Ein Grund ist der Spezial-Mörtel, der verwendet werden muss, um die Burg nach Vorgaben der Denkmalpflege zu sanieren.

"Wir hatten gehofft, die Mauern in einem Zuge sanieren zu können", sagt Stadtbürgermeister Jürgen Dixius. "Doch wenn alles nach Plan gemacht würde, würden rund 250 000 Euro in diesem Jahr anfallen." Im Stadthaus sind jedoch nur 165 000 Euro für die Sanierungsabschnitte 2010 eingestellt. Davon trägt 90 000 Euro die Denkmalpflege des Landes, 15 000 Euro gibt die Denkmalpflege des Kreises und 60 000 Euro Eigenanteil muss die Stadt aufbringen. Daher wird zuerst der Teil mit der obersten Priorität saniert werden: die Mauern an der nordöstlichen Seite. Sie sind aufgrund ihres Alters besonders geschwächt. Weiterhin dringt wildwuchernder Efeu mit seinen Wurzeln zwischen die Steine.

Eine Substanzsanierung der Burg ist unerlässlich, um das Saarburger Wahrzeichen für die Zukunft zu erhalten. Das Problem der Stabilität wird laut Dixus von Jahr zu Jahr größer. Architekt Franz Niespor hat ein großangelegtes Sanierungskonzept erstellt, auf dessen Grundlage die mehr als tausend Jahre alte Burg in den nächsten Jahren erneuert werden soll.

"Die Sanierung der Burg ist eine Daueraufgabe für uns", sagt Jürgen Dixius. Eine Rundumerneuerung sei erforderlich, die Teilstücke sollen nach und nach instand gesetzt werden. "Das wird vermutlich eine Aufgabe für die nächsten zehn bis 15 Jahre werden", vermutet Dixius.

Noch 2010 soll das Mauerwerk im Nordosten bis zur Stadt hinab ausgebessert werden. Zusätzlich ist geplant, wildwuchernde Pflanzen zu entfernen, lockeres Mauerwerk zu erneuern und die Wand neu zu verfugen. Die Krone der Mauer soll gefestigt werden, damit weniger Wasser in das Gemäuer eindringt.

Der Saarburger Stadtrat hat dem Antrag zugestimmt, in diesem Jahr nur die Mauer im Nordosten zu sanieren, um der Stadt zusätzliche Kosten zu ersparen.