Die Gefahr ist nicht gebannt

Gewährleistet ein Gehweg an der Gemeindestraße von der K 45 zum Lampadener Ortsteil Niedersehr die Sicherheit, die sich Anwohner und Gemeinderat von ihm versprechen? Diese Frage wurde in der zurückliegenden Ratssitzung heftig diskutiert.

Lampaden. Schon seit ihrem Bau ist die Gemeindestraße, die zum Lampadener Ortsteil Niedersehr führt, ein umstrittenes Thema in der Gemeinde. Ende der 1990er Jahre wurde sie, beginnend an der von Obersehr nach Ollmuth führenden Kreisstraße 45, gebaut.
Damals war sie ein Objekt von Diskussionen, da sie über eine Breite von fünf Metern verfügt und damit nach Ansicht der Bürger überdimensioniert und zu kostenintensiv ist.
Doch die Größe einer Straße bedeutet nicht unbedingt auch Sicherheit. Ortsbürgermeister Ewald Hermesdorf gab bekannt, dass bei ihm Beschwerden der Anwohner des Ortsteils Niedersehr eingegangen seien, die darauf beruhten, dass Pendler die Straße als Abkürzung auf dem Weg in die Stadt Trier benutzen und dadurch Fußgänger und Wanderer gefährdet seien. Als Lösung könne er sich eine durch Farbmarkierung gekennzeichnete Abgrenzung eines etwa 60 bis 80 Zentimeter breiten Gehbereichs vorstellen.
Gefährlicher Hügel


Die Kosten hierfür würden sich in einem verträglichen Rahmen bewegen. Ratsmitglied Martin Marx sieht gerade durch eine solche Maßnahme eine gesteigerte Gefährdung der Fußgänger: "An der Abzweigung der Straße nach Niedersehr beginnt deren Verlauf mit einem unübersichtlichen Hügel, der weder dem Fahrzeugführer noch dem Fußgänger die Möglichkeit bietet, den jeweils anderen früh genug wahrzunehmen."
Gerade durch eine solche Markierung werde der Fußgänger in Sicherheit gewiegt.
Andererseits sei es auch so, dass dort zu schnell gefahren werde und dadurch auf dieser Erhöhung bei Gegenverkehr eine Gefahrensituation für Fußgänger entstehen könne. "Ich bin dafür, dass man die Straße ohne Markierungen so belässt, wie sie sich derzeit darstellt", sagt Marx.
Der Fußgänger würde sich ohne Markierungen weniger sicher fühlen und seine Achtsamkeit nicht vernachlässigen. "Man kann auch so lange reden, bis man was kaputtgeredet hat", war die Reaktion des Ortschefs, der auf einen Beschluss drängte. Mit sieben Ja- und zwei Gegenstimmen beschloss der Rat, einen Gehbereich von 80 Zentimetern durch Markieren mit einer weißen Linie auszuweisen.

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