Ein Killer geht in Beuren um

Diesmal ist es bei den Beurener Hobbyschauspielern richtig kriminell zugegangen. Ein vermeintlicher Mord ruft die Polizei auf den Plan. Junggesellen steigen ins Nachtleben ein, und ein Hahn sorgt für Ärger. Die Truppe um Regisseurin Elke Theisen legte sich auf der Bühne im Bürgerhaus mächtig ins Zeug. Fast 500 Zuschauer sahen die beiden Vorstellungen.

Beuren. "Das ist unser erster Mordfall", stellt die Regisseurin der Theatergruppe im Beuriger Geselligkeitsverein, Elke Theisen, fest. Das angebliche Tötungsdelikt zum Nachteil des Opfers (Polizeijargon) soll sich im Hühnerstall von Familie Zimperlich zugetragen haben. Dabei wollen die beiden Junggesellen Alfons und Karl-Josef (Heinrich Thommet und Roland Bach) doch nur ihren Spaß mit der holden Weiblichkeit haben.
Probleme im Vorfeld


Die Theatergruppe hatte es im Vorfeld ihrer Inszenierung nicht leicht. "Drei Schauspieler sind uns abhandengekommen. Wir mussten komplett mit einem neuen Stück umdisponieren", verrät Vorsitzender Roland Bach. Mit "Mord im Hühnerstall" von Regina Rösch musste auch ein komplett neues Bühnenbild gebaut werden. "Wir sind den Helfern Erhard Eiden, Rudolf Feller und Helmut Rausch unendlich dankbar. Ohne ihre Hilfe beim Bühnenbau hätten wir das nicht geschafft", sagt Bach. Von den Theaterleuten in Rascheid lieh man sich Gerhard Ludwig aus, der den Kriminalkommissar Horst Langer spielte.
Die Beurener Hobbyschauspieler lassen natürlich nicht wirklich jemanden über die Klinge springen. Schwerenöter Alfons stellt sich nur tot und feiert am Schluss seine wundervolle Wiederauferstehung - eine echte Nacht- und Nebelaktion. Doch zuerst glaubt fast jeder, der Täter zu sein. Die Polizei nutzt bei den Ermittlungen ganz eigenartige Dienstfahrzeuge. Kommissar Schnapper sagt zum Kollegen Harry Kleiner (Peter Klassen): "Hol schon mal den Roller, Harry." Eine kleine Persiflage auf die Krimiserie "Derrick".
Mit in die Handlung eingebaut ist der Hochwaldraum. Alles spielt sich in Beuren und Umgebung ab. Fast 500 Zuschauer waren in den beiden Vorstellungen begeistert.
"Das war sehr spaßig", findet Dorothe Kreusch, die in Rappweiler wohnt, aber keine Vorstellung in Beuren verpasst. Im Kern stecke in diesem Stück viel Wahrheit, und Schauspieler in echt zu erleben, sei nun mal was ganz anderes als vor dem Fernseher zu sitzen. "Ich verstehe diese dargestellte Problematik gut", verrät Willi Lorscheider aus Beuren. "Die Darsteller spielen als Laien wirklich super."
Nach dem großen Erfolg plant die Theatergruppe für ihre Inszenierung in zwei Jahren einen dritten Theaterabend, damit noch mehr Zuschauer einen fröhlichen Abend verbringen können.
Extra

Alfons Zimperlich: Heinrich Thommet; Lisbeth Zimperlich: Andrea Petri; Karl-Josef Fröhlich: Roland Bach; Sophie Fröhlich: Gertrud Kirchen; Sabine Saftig: Jutta Schaneng; Agathe Sauer: Monika Eiden; Leo Schnapper: Mario Leiber; Horst Langer: Gerhard Ludwig; Harry Kleiner: Peter Klassen. Maske: Bianca Dietz und Tanja Hartmann; Souffleuse: Esther Wahlen; Regie: Elke Theisen; Technik: Patrick Biewer und Werner Adams. doth