Große Investitionen für Bauland, Brücken und Straßen

Große Investitionen für Bauland, Brücken und Straßen

Von einem Neubaugebiet bis zum Ausbau der Ortsdurchfahrt reicht die Wunschliste des Ortsgemeinderats Trassem. Die möglichen Investitionen fließen in einen Doppelhaushalt für 2016 und 2017 ein.

Trassem. Fast täglich bekommt Roland Konter Anfragen nach Bauland. "Es sind aber nur noch private Baustellen vorhanden", sagt der Ortsbürgermeister von Trassem. 40 bis 44 Baustellen in der Verlängerung Perdenbacher Gewann kann sich der Ortschef gut vorstellen, wohl wissend, dass der Wunsch keine endgültige Entscheidung ist. Allein die Änderung des Flächennutzungsplans ist beschlossene Sache. Doch stehen für den Ausbau des Neubaugebiets Perdenbacher Gewann 2017 insgesamt 160 000 Euro im Investitionsprogramm. Die Ortsgemeinde trägt voraussichtlich 20 000 Euro, trotzdem mahnt Konter bei der Preisgestaltung für die künftigen Bauparzellen zur Vorsicht: "Die Leute gehen bis 100 Euro pro Quadratmeter mit. Dann beginnt die Schmerzgrenze."
Die Erschließung von Bauland ist nur ein Teil der möglichen Investitionen in Trassem. Insgesamt müsste sich die Gemeinde laut Konter mit einer halben Million Euro beteiligen, wenn alle Projekte in dem Investitionsprogramm realisiert würden.
Da ist eine Brücke über den Leukbach für 35 000 Euro noch eine der kleineren Investitionen. "Wir versuchen das noch billiger hinzukriegen", sagt Konter. Eigenleistung und Spenden sollen das möglich machen.
In der zweiten Hälfte des Jahres 2017 rechnet er damit, dass der Ausbau der Ortsdurchfahrt B 407 beginnt - ein Projekt des Landesbetriebs Mobilität (LBM). Da sind aber auch die Erneuerung der Gehwege und der Straßenbeleuchtung mit drin, woran sich die Grundstücksbesitzer beteiligen müssen. Was das kosten wird, steht noch nicht fest.
Bei der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik für 44 250 Euro zahlt RWE 14 250 Euro. "Durch die Stromersparnis von mindestens einem Drittel wird sich der Rest in wenigen Jahren amortisieren", freut sich der Ortschef.
Für 2017 ist ferner der Ausbau der Kirchstraße mit einem Volumen von 1,3 Millionen Euro geplant. Hier hofft die Ortsgemeinde auf einen Zuschuss des Landes aus dem Investitionsstock von 298 000 Euro. Die Beiträge der Grundstücksbesitzer sind mit 780 000 Euro angesetzt. Der Eigenanteil der Gemeinde liegt bei 190 000 Euro. Die Sanierung des Bürgerhauses geht jetzt ins vierte Jahr. Nach dem Außenputz, neuen Fenstern und Heizung kommt ein neuer Fußboden an die Reihe. Rund 400 000 Euro wurden schon in den vergangenen drei Jahren hier investiert.
Bleibt noch ein wichtiges Projekt: die Stabilisierung der Kirchenmauer. Hierfür sind 6000 Euro Planungskosten vorgesehen. doth
Extra

Der Ortsgemeinderat hat beschlossen, dass der Erlös des Weihnachtsmarktes von 2600 Euro in die Anschaffung einer neuen Küche für das Bürgerhaus einfließen soll. doth