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Konz
Der Doktorhut schwebt über der Stadt

Freuen sich gemeinsam über das neue Kunstwerk in Konz: von links Joachim Weber (Bürgermeister),  Karl-Heinz Frieden (Vorsitzender Stiftungsrat), Rosemarie Schwiering, Eva-Maria Reuther, Harmut Schwiering (Vorsitzender Konzer-Doktor-Bürgerstiftung), Künstler Harald Pompel, Winfried Manns.
Freuen sich gemeinsam über das neue Kunstwerk in Konz: von links Joachim Weber (Bürgermeister),  Karl-Heinz Frieden (Vorsitzender Stiftungsrat), Rosemarie Schwiering, Eva-Maria Reuther, Harmut Schwiering (Vorsitzender Konzer-Doktor-Bürgerstiftung), Künstler Harald Pompel, Winfried Manns. FOTO: Matthias Willems
Konz. Die Konzer-Doktor-Bürgerstiftung hat ein neues Kunstwerk von Harald Pompl enthüllt. Mit zahlreichen Ehrengästen und Freunden hat der Künstler ein Andenken zum zehnten Geburtstag gesetzt.

Wie bedeutend die Konzer-Doktor-Bürgerstiftung inzwischen geworden ist, zeigt ein Blick in die Runde. Als das neue Kunstwerk von Harald Pompel an der Roscheider Straße oberhalb des von der Stiftung bewirtschafteten Weinbergs enthüllt wird, ist nicht nur der der amtierende Bürgermeister der Stadt- und Verbandsgemeinde Konz, Joachim Weber, anwesend, sondern auch seine beiden Amtsvorgänger Winfried Manns und Karl-Heinz Frieden. Sie sind der Einladung der Stiftung gefolgt, um an diesem „besonderen Event“ (Frieden) teilzunehmen. Sowohl Frieden, der auch Vorsitzender des Stiftungsrats ist, als auch Weber hoben in ihren Ansprachen die wichtige Aufgabe der Stiftung hervor. Sie kümmert sich um die Bildung und Integration junger Menschen.

„Die Konzer Doktoren waren immer ein bisschen schlauer“, sagte Weber schmunzelnd. Er hofft auf weitere Unterstützung für die Stiftung aus den Reihen der Bevölkerung, gerade im Hinblick auf ein Mammutprojekt wie die Konzer-Doktor-Wohnbrücke. Unter diesem Namen ist der Bau eines sozialen Mehrgenerationenhaus mit zwölf Wohneinheiten in der Saarstraße geplant, für das die Stiftung ihr gesamtes Kapital in die Hand nimmt. Das neueste Werk des „Kreiselkünstlers“ Harald Pompl kommt ebenfalls gut an. Es zeigt den Konzer Doktorhut. Der Hut sei ein bleibendes Stück der Konzer-Doktor-Bürgerstiftung, so Joachim Weber: „Das Kunstwerk macht Konz nochmal ein Stück mehr besonders. Der Hut ist ein Symbol, das ganz mit Konz verbunden ist.“ Auch Amtsvorgänger Winfried Manns gefällt das Kunstwerk. „Ich finde es gut, dass die Idee der Stiftung als Bildungsinstrument so im Blick der Stadt und ihrer Bürger bleibt“, sagt Manns. Die mittlerweile siebte Skulptur von Harald Pompel setze die Skulpturenreihe als weiteres Element eines stadtbildprägenden Kunstwerks fort. Von der ersten Idee bis zur Enthüllung hat es ein Jahr gedauert. „Ich habe etliche Entwürfe gezeichnet“, erzählt Harald Pompel. Der Hut in rot-orange und blau (den Farben im Logo der Stiftung) erinnert in seiner Form an die Hüte, die Bürger im 18. Jahrhundert trugen. Nachdem man sich auf einen Entwurf geeinigt hatte, wurde eine Metallform hergestellt, die als Grundlage für die 1,90 Meter hohe Skulptur dient, die aus mit Glasfaser verstärktem Polyesterharz besteht. Als Standort wählte man ein Grundstück in Roscheid über den Dächern von Konz, direkt neben einem Weinberg, den die Konzer-Doktor-Bürgerstiftung für ihren Wein gepachtet hat.

„Der Hut schwebt so über dem Weinberg.“ So formuliert es der Stiftungsvorsitzende Hartmut Schwiering. Zur Enthüllung sind auch viele Freunde der Stiftung gekommen. „Ich kenne Harald Pompel seit längerem. Das Spiel von Farbe und Licht ist faszinierend für mich“, sagt Reinhard May aus Oberbillig. Auch Architekt Gerd Kintzinger aus Konz ist ein Fan des Künstlers. Er sagt: „Das Thema ist eine sehr gute Idee. Die Stadt ist durch die Skulpturen bereichert.“