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Benefizprojekt
Kinder laufen auf antikem Boden für den guten Zweck

Mit römischem Flair: Gelaufen wurde in historischer Kulisse und der näheren Tempel-Umgebung.
Mit römischem Flair: Gelaufen wurde in historischer Kulisse und der näheren Tempel-Umgebung. FOTO: Herbert Thormeyer
Tawern. 70 Teilnehmer machen bei dem Spendenlauf an der Tawerner Tempelanlage mit. Profitieren sollen Grundschüler.

Es ist kein Lauf wie jeder andere. Der Tempel-Trail des Fördervereins Tawerner Kinder- und Jugend e.V. führt über historischen Boden im Schatten antiker Bauten und unter dem Schutz von Merkur, dem römischen Gott der Reisenden. Nach der Premiere mit rund 50 Kindern im letzten Jahr kamen diesmal gut 70, um für den guten Zweck zu laufen.

„Wir sind im April aus dem Förderverein der Grundschule hervorgegangen“, erklärt Vorsitzender Thorsten Lederer. Der Förderzweck geht jetzt über rein schulischen Bedarf hinaus. „Wir unterstützen auch Jugendgruppen und -projekte, die nicht vereinsgebunden sind“, sagt der Vorsitzende. Das ist beispielsweise das Kinderkino oder der Bücherturm, der noch entstehen soll. Rund 20 000 Euro kamen in den letzten zwei Jahren zusammen. Geld, das für Whiteboards, Sandkästen oder Softwarepakete investiert wurde. Die Nachmittagsbetreuung in der Grundschule wurde mit neuem Spielzeug unterstützt.

30 Helfer sorgten dafür, dass immer genügend getrunken wurde, alle etwas zu essen hatten, die Rundenzahl exakt erfasst wurde und unterwegs am Streckenposten aufgepasst wurde, dass nichts passiert. Für den Notfall standen Feuerwehr und Rotes Kreuz parat. Die Brandbekämpfer zeigten in einer kleinen Übung auch ihr Können.

Zwölf Mal sollte jeder den 890 Meter langen Rundkurs absolvieren. Im letzten Jahr waren so 2750 Euro von den Sponsoren zusammengekommen, die Läufer pro Runde mit einem bestimmten Betrag unterstützen. „Bis das Ergebnis feststeht, dauert es noch“, tröstet Vorsitzender Lederer, denn die Beträge kommen über die verschiedensten Wege, von spontanen Barspenden bis zur Online-Überweisung.

Am Eingangstor zum Tempel wurde in drei Gruppen nacheinander gestartet. Rund um die Jupitersäule ging’s vorbei in den Wald, angefeuert von stolzen Eltern und Großeltern mit „Hopp, hopp, hopp…“ und untermalt von heißen Discorhythmen, die von den DJs Floh und Ralf geliefert wurden.

Am Nachmittag spielte noch das Jugendorchester des Musikvereins, und die Zumba-Kids der Grazy-Hoppers zeigten ihre Tanzkünste. Lorbeerkranz und Urkunden bekamen die Kinder auf einem historischen römischen Streitwagen von den edlen Römerinnen Rita Becker, Ruth Quandt und Elisabeth Medinger sowie dem Legionär Norbert Becker verliehen. Alle Läufer waren Sieger. Zeiten wurden keine gemessen, denn es ging rein um die gute Tat.

Als Erster war William Simons aus Tawern mit seinen zwölf Runden fertig. „Das hat richtig Spaß gemacht, viel besser als in einem Stadion“, fand der 16-Jährige. Hier gebe es unterwegs noch viel zu schauen, und es sei nie langweilig. „Echt coole Strecke“, freute sich auch Hanna Hellwig aus Tawern. Dieser Wettbewerb sei viel schöner, als immer nur im Kreis herumzulaufen. Und feiern könne man auch noch.