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Überfall auf Konzer Juwelier
Polizei fahndet nach Schmuckräubern (Update/Video)

Konz. Zwei Männer haben am Freitagmorgen mitten in der Konzer Innenstadt ein Juweliergeschäft überfallen. Sie haben dabei zwei Mitarbeiterinnen mit einer Pistole bedroht. Die Ermittler suchen Zeugen. Von Christian Kremer
Christian Kremer

Ich kümmere mich beim Trierischen Volksfreund seit 2010 um die Konzer Ausgabe. Vorher habe ich ein Volontariat in der Redaktion absolviert und in Trier Germanistik, Politik- und Medienwissenschaft studiert. Mir ist es besonders wichtig, im Dialog mit den Lesern zu sein. Wer Anregungen hat, kann sich jederzeit an mich wenden. Erreichbar bin ich per E-Mail an c.kremer@volksfreund.de

Von Christian Kremer

9.15 Uhr, Freitagmorgen, die Schillerstraße in Konz. Zwei Männer gehen in ein Schmuckgeschäft, das direkt gegenüber dem Rathaus mitten in der Innenstadt liegt. Dann wird es brutal. Polizeisprecher Karl-Peter Jochem sagt: „Einer der Männer bedrohte eine der Angestellten mit einer Pistole und forderte die Herausgabe von Schmuck und Geld.“ Die beiden anwesenden Mitarbeiterinnen kooperieren und händigen ihnen Schmuck aus. Zum Wert der Beute macht die Polizei keine Angaben.

Die Frauen wurden laut den Ermittlern leicht verletzt. Zudem stünden sie unter Schock. Auf Nachfrage betont Jochem, dass die Männer die Schusswaffe nicht eingesetzt haben. „Die Männer sind dann anschließend geflüchtet, zunächst über die Schillerstraße“, sagt Jochem. Laut Polizei haben sie dann die Straße auf Höhe des Geschäfts „Haus der Küchen“ überquert, um sich über den Marktplatz Richtung Rathaus vom Tatort zu entfernen. Später wurde im Rahmen der Ermittlungen ein Teil der Beute gefunden. Offenbar haben die Täter ihn auf ihrer Flucht am rechten Straßenrand des Zubringers vom Kreisverkehr an der Konzer Saarbrücke in Richtung B 51/Trier, zwischen der Saarbrücke und der Eisenbahnbrücke, aus dem Auto geworfen.

In Konz ist am Freitagmorgen dieses Schmuckgeschäft in der Schillerstraße überfallen worden.
In Konz ist am Freitagmorgen dieses Schmuckgeschäft in der Schillerstraße überfallen worden. FOTO: TV / Christian Kremer

Während des Überfalls waren die Männer laut Jochem vermummt. Die mutmaßlichen Räuber werden folgendermaßen beschrieben: Der erste Mann war mit der Pistole bewaffnet. Er ist etwa 30 Jahre alt, 1,65 bis 1,68 Meter groß und kräftig. Er sehe südländisch aus und habe kurze, lockige Haare und ein rundes Gesicht, sagt Jochem. Zum Tatzeitpunkt trug er eine hellblaue Regenjacke und eine dunkle Hose. Der zweite Tatverdächtige war etwa 1,60 bis 1,76 Meter groß und trug ein dunkles Sweatshirt. „Vermutlich hatte er eine Kapuze über dem Kopf, auf jeden Fall war er mit einem dunkelgrauen Rundschal maskiert“, sagt Jochem.

Der Raubüberfall auf den Juwelier in Konz ist der dritte dieser Art in dieser Woche. Am Montag- und Dienstagabend wurden zwei Tankstellen in Trier-Euren und in der Ostallee (Trier-Mitte/Gartenfeld) überfallen. Bei allen Taten war eine Pistole im Spiel. Die Frage, ob es einen Zusammenhang zwischen den Taten gebe, beantwortet Polizeisprecher Jochem folgendermaßen: „Das werden die Ermittlungen jetzt ergeben, aber von den Personenbeschreibungen passt es nicht.“

Eine großangelegte Fahndung läuft. Jochem sagt: „Wichtig für uns sind Zeugen. Das Ganze war um 9.15 Uhr.“ Zu dieser Zeit herrsche auf der Schillerstraße sehr viel Betrieb. Jochem folgert daraus: „Mit Sicherheit gibt es Autofahrer oder Fußgänger, die zu der Zeit dort unterwegs waren, die gesehen haben, wie die beiden Männer das Schmuckgeschäft verlassen haben und über die Straße gegangen sind.“ Zu diesem Zeitpunkt waren die Männer laut Polizei nicht mehr vermummt, sondern sie sollen Baseballkappen getragen haben. Die Eigentümer des Schmuckgeschäfts ist nach der Tat geschockt. Der Laden sei noch nie überfallen worden, sagt er im Gespräch mit dem TV. Eigentlich habe er nach München fahren wollen. Gekommen sei er nur bis Ayl. Dort habe er per Telefon von dem Überfall erfahren.

Hinweise zur Tat oder den Tätern nimmt die Polizei unter Telefon 0651/9779-2251 oder 0651/9779-2290 entgegen.