| 20:40 Uhr

Museum macht Trierer Künstler im Netz bekannt

Trier. Seit drei Jahren bereichert das Stadtmuseum Simeonstift die Online-Enzyklopädie Wikipedia mit Beiträgen zu Trierer Künstlern. Mit einem Artikel über den Barockmaler Louis Counet wurde jetzt die 15. Künstlerbiografie veröffentlicht.

Trier. Die Geschichte(n) regionaler Künstler zu erzählen sieht das Trierer Stadtmuseum Simeonstift als eine wichtige Aufgabe an. Seit nunmehr drei Jahren trägt das Museum dazu bei, dass im Internet ein fundiertes Nachschlagewerk für regionale Kunst heranwächst.
Eine Mitarbeiterin des Simeonstifts schreibt regelmäßig Beiträge und Biografien von bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten aus der Region für die Online-Enzyklopädie Wikipedia. Mit einem Artikel über den Barockmaler Louis Counet wurde jetzt nach Angaben des Museums die 15. Künstlerbiografie veröffentlicht.
Christl Lehnert-Leven, die auch Beiträge für Kataloge schreibt und mehrere Ausstellungen mit dem Museumsteam betreut hat, hat Counets Geschichte für die Öffentlichkeit dokumentiert: Der geborene Lütticher machte im 17. Jahrhundert eine bemerkenswerte Karriere und erkor Trier zu seiner Wahlheimat. Dort fand er später auch sein tragisches Ende: Am 5. August 1721 wurde Counet in der Nähe der Kirche St. Paulin Opfer eines Raubmords. Noch heute erinnert dort ein Gedenkstein an ihn.
Die 14 weiteren Einträge des Stadtmuseums widmen sich etwa dem Mal- und Zeichenlehrer Stephan Hawich, der vor über 200 Jahren in Trier wirkte, sowie regionalen Kunstgrößen des 20. Jahrhunderts wie Peter Krisam, Hans Adamy, Alexander Mohr oder dem Maler und Kunstprofessor August Trümper, der 1901 als Leiter und Hauptfachlehrer der Malklasse an die Handwerker- und Kunstgewerbeschule in Trier kam.
Die Artikel beschäftigen sich auch mit der Ausbildung der Künstler und den Besonderheiten ihres jeweiligen Stils. Sie bilden somit eine kunsthistorische Stilkunde mit regionalem Schwerpunkt, die vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart reicht.

Das Simeonstift will das Projekt fortsetzen: ,,Diese Initiative ist eine gute Möglichkeit, die Arbeit des Museums für die Geschichtsschreibung der Großregion einem größeren Personenkreis zu vermitteln", sagt Museumsdirektorin Elisabeth Dühr. red
Eine Übersicht aller bisher erschienenen Wikipedia-Artikel des Stadtmuseums gibt es auf der Internetseite des Hauses unter <%LINK auto="true" href="http://bit.ly/1FgGKSS" class="more" text="bit.ly/1FgGKSS"%>