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Auch das gibt's: halbes Jahrhundert in einem Betrieb

Auch das gibt's: halbes Jahrhundert in einem Betrieb

Der Morbacher Karl Heinz Weyand hat ein halbes Jahrhundert bei den elka Holzwerken gearbeitet. Vor ihm schafften so ein 50. Jubiläum bis dato nur vier weitere Angestellte.

Morbach. "In meinen Lehrjahren habe ich 60 Mark monatlich erhalten", berichtet Karl Heinz Weyand. "Das kann sich heute keiner mehr vorstellen."
Am 1. April 1962 begann er bei den elka Holzwerken seine kaufmännische Ausbildung, genau 50 Jahre später wurde er in den Ruhestand verabschiedet. Wenn er über die gute alte Zeit plaudert, dann kommt auch die Lohntüte auf Tisch: "Bis 1970 zahlten wir den Lohn in bar aus. Später lief das dann alles bargeldlos."
In einem halben Jahrhundert Betriebszugehörigkeit, da hat sich in den Arbeitsabläufen einiges verändert: "Bis 1972 hatten wir zehn Pferde, mit denen das Holz geholt wurde. Auf den Lkw musste alles per Hand geladen werden." Weyand lacht: "Die Arbeiter waren Pfundskerle, die wirklich hart körperlich schuften mussten."
Der zweifache Vater und dreifache Großvater spielte und stöberte selbst schon als Kind bei den elka Werken, denn: "Mein Vater Alois war Sägewerker und auch 45 Jahre im Betrieb." Da lag es auf der Hand, dass Karl Heinz Weyand dort anfing, jedoch als Industriekaufmann.
Als Fußballanhänger gründete er vor 30 Jahren die Betriebself, spielte dort selbst als Verteidiger. Über 35 Jahre hat er nach eigenen Angaben hauptsächlich auf dem Sportplatz beim SV Morbach verbracht und war in allen Bereichen maßgeblich an der Vereins-Entwicklung und dem Ausbau beteiligt.
Dass er über 25 Jahre im Gemeinderat und Ortsbeirat, sowie in vielen anderen Gremien Morbachs aktiv war und natürlich auch der Kegelclub vor 40 Jahren von ihm initiiert wurde, zeigt, dass, so Weyand, "ich immer hier bleiben wollte und eine treue Seele bin". jo