Ein herzlicher Abschied

LIESER. Mit Blasmusik, Chorgesang, Ansprachen, vielen guten Wünschen sowie lautstarken Böllerschüssen wurde der langjährige Lieserer Pastor Friedrich Kreutz von seiner Pfarrgemeinde verabschiedet.

Im Kreise seiner Priesterkollegen Dechant Manfred Müllers, Definitor Matthias Veit und Diakon Herrmann Hower sowie der ganzen Gemeinde feierte Pastor Friedrich Kreutz seine letzte Messe in der voll besetzten Petruskirche.Zum letzten Mal entzündete er die erste Kerze am Adventskranz. "Ich freue mich, dass ich mit euch noch diese erste Schwelle des neuen Kirchenjahres und des Advents betreten kann", sagte er. In seiner herzlichen Ansprache war die Rede von Zeitspannen, von Freude über die Jahre als Seelsorger in Lieser, aber auch von Traurigkeit über den Weggang.35 Jahre war Kreutz als Priester im Kreis Bernkastel-Wittlich tätig, zwölf Jahre davon in der Pfarrei St. Petrus Lieser. Er dankte den Pfarrangehörigen für die gute Zusammenarbeit im Pfarrgemeinderat und im Verwaltungsrat. Er dankte den vielen kleinen und großen Helfern innerhalb des Kirchendienstes, dem Kirchenchor und den örtlichen Vereinen und Gruppen in der Gemeinde, den Institutionen, der Zivilgemeinde und nicht zuletzt allen, die ihn auf seinem Weg begleitet haben."Die frohen Stunden nehme ich mit"

"Die frohen Stunden, die ich hier erlebt habe, nehme ich mit in den Ruhestand", betonte Kreutz unter dem herzlichen Beifall der Gemeinde. Pastor Kreutz kehrt mit seiner Schwester in seine Heimat Kyllburg zurück. "Dort feiere ich in der Heimatkirche, wo ich einst meine Primiz beging, im nächsten Jahr auch mein 40-jähriges Dienstjubiläum", sagte Kreutz, der auch Ordensprälat im Byzantinischen Orden der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem ist, im TV-Gespräch.Er sei froh darüber, dass er trotz seiner schweren Krankheit, die ihn vor 14 Jahren traf, keinen einzigen Dienst absagen musste. "Ich bin dankbar für jeden Tag, den ich als Priester wirken kann und auch in Kyllburg will ich als Seelsorger weiter aushelfen".Seit mehr als 30 Jahren arbeitet Kreutz ehrenamtlich für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Frankreich, sein Vater ist dort gefallen. Für die Angehörigen der deutschen gefallenen Soldaten und für die französischen Gäste hält er auf den großen Militärfriedhöfen Gedenkgottesdienste. Er wirkt so seit vielen Jahren an der Friedensarbeit mit, für die er zahlreiche Auszeichnungen erhielt. Dieser Aufgabe will er weiterhin verstärkt nachgehen."Ich wollte schon als Kind immer einen Beruf haben, in dem ich Menschen begleiten und helfen kann und das habe ich im Priesterberuf gefunden", so Kreutz. Die Pfarrei Lieser wird künftig mit der Pfarrei Kues eine Seelsorgeeinheit bilden, betreut von Pastor Georg Moritz.