Friedhofskapelle in Lieser eingeweiht

Friedhofskapelle in Lieser eingeweiht

Die neue Friedhofskapelle in Lieser ist an Allerheiligen ihrer Bestimmung übergeben und von Pfarrer Georg Moritz feierlich eingeweiht worden. Mit dem einzigartig gestalteten Gebäude auf dem neuen Friedhof ausgangs des Ortes steht den Bürgern nun eine würdige Stätte zur Verabschiedung der Verstorbenen zur Verfügung.

Lieser. (mbl) Sie ragt mit ihrem Giebel hoch in den Himmel, und sie ist der Grund, warum künftig niemand mehr im Regen stehen muss. Die neue Friedhofskapelle auf dem 1995 fertig gestellten neuen Friedhof steht mitten in der freien Natur mit Blick auf die Paulskirche in den Weinbergen. Die Kapelle ist bewusst zum Friedhof hin offengehalten und vereint innerhalb und außerhalb des Gebäudes viel "handfesten" und finanziellen Bürgereinsatz. So war es für Ortsbürgermeister Gerhard Stettler eine große Freude, allen zu danken, die sich auf vielfältige Weise an der Verwirklichung des Projektes beteiligt haben. Zur Eröffnung spielten der Kirchenchor Cäcilia und der Musikverein Lyra Lieser.

Auf die Realisierung des Bauprojektes "Friedhofskapelle" mussten die Bürger lange warten. "Es dauerte viele Jahre, bis wir in den Genuss von Zuschüssen kamen, denn alleine konnten wir die Gesamtbaukosten in Höhe von 120 000 Euro nicht tragen", sagte Stettler in seiner Ansprache. Mit einem entsprechenden Antrag an den Kreis und dem Bescheid einer 60-prozentigen Förderung war dann der Weg frei für den Baubeginn. Die Planung lag in Händen des Lieserer Ingenieurbüros Gerhard Mehn.

Um die Baukosten im vorgesehenen Rahmen zu halten, wurden zahlreiche Arbeiten in Eigenregie ausgeführt. So hätten viele mit Tatkraft und Spenden dazu beigetragen, aus dem Gebäude eine würdige, schmucke Friedhofskapelle zu machen, mit diesen Worten lobte Stettler das beispielhafte Bürgerengagement. Im Namen der Gemeinde dankte er der Gruppe von Rentnern, die beim Innenausbau mithalf, sowie den Gemeinde-Mitarbeitern für deren Eigenleistung bei der Ausführung der gesamten Außenanlage und dem Planer Mehn für die Stiftung eines neuen Brunnens.

Kunstwerke zieren den Giebel



Ein großes Lob gebühre auch der Frauengemeinschaft für ihre großzügige Spende, mit der eine alte Kreuzigungsgruppe renoviert wurde, die von der Schreinerei Gerhard Freis diebstahlsicher am Giebel unter dem Fenster angebracht wurde. Außerdem reichte die Spende noch für eine Lautsprecheranlage. Die Bestattungsfirma Gorges stiftete zudem 20 Stühle.

Im Giebel lässt ein leuchtendes "Kunstwerk" die Friedhofskapelle in einem besonderen Licht erstrahlen. Die bekannte Künstlerin Mana Binz aus Lieser plante und schuf unentgeltlich ein dreiseitiges Fenster, in dem sie die Themen Geburt, Tod und Wiedergeburt mit entsprechenden Elementen künstlerisch darstellt.

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