In die Hölle und zurück

Die Ausstellung "In die Hölle und zurück - Der Zweite Weltkrieg im Werk des Malers und Zeichners Theo Grumbach" wird am Sonntag, 17. April, in der Akademie Kues, Stiftsweg 1 in Bernkastel-Kues, eröffnet. Die Vernissage beginnt im 11 Uhr.

Nach der Begrüßung durch Stefan Bischoff hält die Laudatio Hubert Portz.
Theo Grumbach (1924 bis 2000) wurde in Lieser als Sohn eines Winzers geboren. Als junger Mann wurde er im Zweiten Weltkrieg Soldat und geriet in Kriegsgefangenschaft, eine für ihn prägende Zeit.
1948 kehrte er schwer krank zurück. 1955 lernte der Winzer und Kirchenmusiker die ebenfalls in der Region lebenden Künstler Josef Junk und Bert Dörr kennen. Grumbach begeisterte sich fortan für die Malerei. Er besuchte jedoch keine renommierte Akademie, sondern blieb in der abgeschiedenen Moselregion. Theo Grumbach, tief dem Katholozismus verbunden, blieb bodenständig und tiefgründig, nahe seiner Heimat und machte sich daran, die Dorf- und Naturlandschaften von Eifel, Mosel und Hunsrück zu interpretieren. Gemeinsam mit Johannes Maria Dietz, Josef Junk und Bert Dörr formierte sich die Künstlergruppe Quadriga BKS.
Der Galerist und Autor Hubert Portz hat die wichtigsten Arbeiten Grumbachs in dem Bildband "Unterwegs im Weinberg des Herrn. Der Maler Theo Grumbach — Bruchstücke eines gemalten Lebens" (2013) zusammengetragen. Das Buch informiert über Grumbachs Leben, widmet aber auch einige Kapitel der Quadriga-Künstlergruppe und beleuchtet die Hintergründe der regionalen Kunstszene der Nachkriegszeit.
Grumbach war zuletzt 2012 im Rahmen der Gruppenausstellung "Quadriga BKS — Werke aus der Zeit 1942 bis 1990" in der Akademie Kues künstlerisch zu Gast. Die ausgestellten und vorher noch nicht gezeigten Bilder spiegeln die Aufarbeitung Grumbachs von Todesangst und Gewalterfahrung des Krieges. Erst ab Beginn der 1980er fließen seine Kriegstraumata in gegenständliche Mal-Thematiken ein. redDie Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Akademie vom 17. April bis zum 24. Juni zu sehen: jeweils Montag bis Donnerstag, 9 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr, sowie freitags von 9 bis 12 Uhr.