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Leistung zwischen Kampf und Grazie

Leistung zwischen Kampf und Grazie

Mit mehr als 300 jungen Sportlern demonstrierte der Turnverein Morbach beim alljährlichen Drei- Königs- Schauturnen seine effektive Nachwuchsarbeit. Vorsitzender Berno Huber zog eine positive Bilanz des Jubiläumsjahres und freut sich über einen weiter wachsenden Verein.

Morbach. (doth) Welche Vielfalt sich hinter der Abteilung "Turnen" verbirgt, zeigt der Turnverein Morbach seit rund 50 Jahren bei seinem Drei- Königs- Schauturnen. Mehr als 300 junge Aktive hatten viele Monate geübt um ihren Beitrag zu dieser Ballveranstaltung kraftvoll, grazil und fehlerfrei zeigen zu können.

Nicht weniger als 18 Programmpunkte, darunter zwei Verlosungen, umfasste das Programm im Festsaal der Baldenauhalle, in dem bei 600 Zuschauern kein Platz mehr frei blieb. Der größte Verein Morbachs und einer der größten im gesamten Hunsrück wächst kontinuierlich. "808 Mitgliedern werden bei nur einem Beitrag acht Grundsportarten angeboten", freut sich Vorsitzender Berno Huber, der eine positive Bilanz des Jubiläumsjahres 2009 zog und allen Aktiven und Organisatoren für ihre Anstrengungen danke. Höhepunkt war das Gauturnfest mit Umzug der Gastvereine.

Neu ist: Volleyball wird ab 2011 wieder in den großen Verein integriert. Seit Schneetief "Daisy" diskutiert der Verein in seiner Skiabteilung über die Wiederbelebung des "Schinderhanneslanglaufs". Für das neue Jahr soll die ältere Generation gestärkt und mehr in die Aktivengemeinschaft integriert werden. "Für diese Mitgliedergruppe werden wir tanzähnliche Angebote entwickeln", kündigte der Vorsitzende an. Mozart, Bach, aber auch fetzige Rocktitel untermalten die tänzerischen Leistungen des Abends. Klassisches Ballett, Jazztanz, ja sogar Bauchtanz wurde gezeigt. Die Allerkleinsten führten ein "Bobbycar-Ballett" vor, und natürlich durfte dabei die Vereinshymne "Frisch, fromm, fröhlich, frei, beim TVM sind wir dabei" nicht fehlen.

Bei den Taekwondo-Kämpfern, die viel "Kleinholz" produzierten, zeigte auch Vorsitzender Huber, dass er die Grundstellungen noch beherrscht, denn er ist Karate- Meister im 1. Dan und war 1995 Gewinner des deutschen Shotokan- Cups.

Auffallend an dem Abend war: Das Programm bestritten meist Mädchen. "Beim Handball ist es umgekehrt", klärt Huber auf.

Rüdiger Fuhr aus Wederath, einst selbst Taekwondo- Sportler, ist inzwischen stolzer Vater einer Taekwondo- Sportlerin und einer Jazztänzerin. Er erklärt, warum Vereinssport so wichtig für die Entwicklung von Kindern ist: "Hier lernt man Respekt vor den Mitmenschen, arbeitet auf ein Ziel hin, ist gesündern als andere und hat auch noch Spaß dabei."