Neunfacher Panoramablick auf Traben-Trarbach

Neunfacher Panoramablick auf Traben-Trarbach

TRABEN-TRARBACH. Parallel zur Eröffnung des "Lauf- und Nordic Walking Parks Traben-Trarbach" haben Gäste der Jugendstilstadt am Samstag einen regenfreien Rundgang über den Ostermarkt genießen können.

Erwartungsvoll trudeln am Trabener Moselschlösschen die ersten Neugierigen ein, die sich mit dem Verein "Traben-Trarbach aktiv" (TTa) auf Entdeckungstour machen wollen. Wo mag sie die neue Attraktion der Doppelstadt wohl überall hin führen? Die Ankündigung der offiziellen Eröffnung des "Lauf- und Nordic Walking Parks" der Jugendstilstadt lässt die Herzen naturverbundener Fitness-Freunde jedenfalls höher schlagen. Neun Panoramarouten in und um Traben-Trarbach versprechen ein echtes Erlebnis. Und das in allen Schwierigkeitsstufen. Während die einen vielleicht eher die zwölf Kilometer lange Bellevue-Route - Kategorie "leicht" - lockt, laufen andere sich womöglich lieber entlang der schweren Neun-Kilometer-Etappe Richtung Parkschlösschen warm. Wen die Qual der Wahl plagt, der kann es erst mal mit der goldenen Mitte in Richtung Gräffs Mühle oder "Storcke Stütz" versuchen. Ausgangspunkt aller Routen ist wahlweise am Alten Bahnhof Traben oder am Schiffsanleger Trarbach. Für das Ausbaldowern der Strecken zeichnet hauptsächlich TTa-Mitglied Edgar Oberkehr verantwortlich. Die Idee für den Park sei aber schon vor Jahren bei den Touristikern der Stadt geboren worden, betont Oberkehr, der in den Tagen vor dem offiziellen Start nächtelang über Karten und Höhendiagrammen gebrütet hat. "Wir wollten halt, dass es Ostern los geht, weil dann die Tourismussaison anfängt", sagt TTa-Vorsitzender Helmut Pönnighaus zur Begründung. Dass dies letztlich gelungen sei, sei vor allem den Sponsoren zu danken, die die Kosten für Beschilderung, Hinweistafeln oder Info-Faltblatt übernahmen. Eine Gruppe des Sportvereins VFL lässt sich die Gelegenheit daher ebenso wenig entgehen wie passionierte Kinheimer Walker. "Ich hatte es immer mit den Bandscheiben", freut sich Eckhard Sausen über die Linderung, die er dem Sport zuschreibt. Rosi Loersch, die wegen ihrer Hüfte mit dem Walken anfing, schätzt neben dem Gesundheitsaspekt die frische Luft und dass sie unterwegs etwas sieht. Das sei halt etwas anderes als im Fitnessstudio. Außerdem bewege man beim Walken alle Muskeln, bekräftigt Monika Sausen. Die Traben-Trarbacherin Elke Faino hält dem Sport seit einer Kur die Treue: "Das ist naturverbunden, nicht so anstrengend wie Joggen und sehr entspannend." Auch Stadtbürgermeisterin Heide Pönnighaus will die Strecken testen. Weiß sie doch um die Pluspunkte des Sports: "Danach sitzt immer wieder alles da, wo es hingehört." Trotz dieser Vorteile zieht es andere an diesem Tag mehr ans andere Moselufer, zum traditionellen Ostermarkt. So etwa Waldemar Köhrer, der den Bummel über den am Samstag relativ ruhigen Markt genießt. Die "schönen Sachen" gefallen dem Reiler ebenso wie einer jungen Familie aus der Nähe von Heilbronn. Traben-Trarbach sei ein "schönes Städtchen", versichern Claudia und Torsten Killian, während ihre Töchter Alicia (8) und Annika (6) steinerne Deko-Pferdchen bewundern.

Mehr von Volksfreund