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Nur der Forst bringt schwarze Zahlen

Nur der Forst bringt schwarze Zahlen

Fehlende Steuereinnahmen machen den Krövern zu schaffen. Sie sind der Grund für die Verschlechterung der Haushaltslage. Den einzigen Lichtblick bietet der Forsthaushalt mit einem Rekordüberschuss.

Kröv. Nur im Forst werden in Kröv schwarze Zahlen geschrieben. Revierleiter Thomas Kreten unterrichtete bei der Diskussion um den Hauungs- und Kulturplan 2010 die Ratsmitglieder vom Ergebnis der Forstwirtschaftsjahre 2008 und 2009. Danach schließt das Jahr 2008 mit einem Rekordüberschuss von 40 000 Euro ab. Kurz vor Jahresschluss wird die Gemeinde für das Jahr 2009 wieder einen Gewinn von cirka 20 000 Euro einfahren. Revierleiter Thomas Kreten begründete das gute Ergebnis der beiden Jahre damit, dass er die Gunst der Stunde bei relativ hohen Holzpreisen nutzen konnte, dies mit erhöhtem Holzeinschlag. Beim Plan 2010 hat der Revierleiter einen sachlichen Hauungs- und Kulturplan aufgestellt. Der sieht Einnahmen von 170 340 Euro vor, die Ausgaben belaufen sich auf 164.010 Euro. Daraus wird ein Überschuss in Höhe von 6330 Euro erwartet. Sollten die derzeitigen Holzpreise anziehen, will Thomas Kreten mit weiteren Holzeinschlägen eine Steigerung der Holzeinnahmen anstreben. Bei den einzelnen Positionen der Holzerträge sind die Holzerlöse mit 144 000 Euro führend, während bei den Aufwendungen die Kosten für Unternehmereinsatz mit 92 830 Euro am höchsten sind.

Nicht annähernd so effizient wie der Forstetat ist der Nachtragshaushalt 2009. Das ging aus den Ausführungen von Kämmerer Axel Gesssinger hervor. Im Finanzhaushalt fehlen statt eines geplanten Minusbetrags von 291 000 Euro nun 54 000 Euro an mehr liquiden Mitteln. Dieses Minus resultiert überwiegend aus fehlenden Steuereinnahmen. Auffallend im Jahr 2009 ist, dass der Gemeindeanteil an der Einkommens- und Lohnsteuer mit einem Minus von 54 000 Euro exakt die Höhe des Mehrbetrages der fehlenden liquiden Mittel ausmacht. Ohne eine umfassende Finanzreform beziehungsweise ohne eine kräftige Finanzspritze des Landes sieht der Kämmerer in absehbarer Zeit keine Möglichkeit für die Gemeinde Kröv, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Zumindest sollten die Gemeinden für den Wegfall der bisherigen Bedarfszuweisungen einen adäquaten Ausgleich fordern. Im investiven Bereich des Nachtragsplans sind Einnahmen von 513 110 Euro vorgesehen. An Ausgaben sieht das Zahlenwerk 627 120 Euro vor. Für Investition sind langfristige Kredite von 252 000 eingeplant.