Pendeln auf Dauer

Neubau, Umbau, Verlagerung oder Unterstufenzentrum. Die Kommunalbau Rheinland-Pfalz wird bis Ende des Monats erste Kosten für den in Wittlich notwendigen Schulbau ermitteln.

Wittlich. Mindestens ein bis zwei Jahre wird es noch dauern, bis alle Schüler des Peter-Wust-Gymnasiums (PWG) wieder eine feste Schulbleibe haben. Diese Ansicht vertrat Jürgen Jakobs, im Hauptberuf Architekt, und im kommunalem Ehrenamt Mitglied des Kreisausschusses in der jüngsten Sitzung des Gremiums. "Wir müssen uns den neuen Fakten stellen", sagte Ausschussmitglied Günter Rösch. Diese Feststellungen blieben so unwidersprochen wie der Vorschlag der Kreisverwaltung, die Kommunalbau Rheinland-Pfalz zu engagieren. Das öffentlich kontrollierte Unternehmen soll klären, was in die räumliche Ausstattung des PWG investiert werden muss. "Wir haben uns aufgrund der Diskussion und der Mutmaßungen Richtung Verwaltung dafür entschieden, die Kommunalbau zu beauftragen", sagte Landrätin Beate Läsch-Weber.

Vertreter der GmbH aus Mainz werden sich vermutlich bereits am Donnerstag in Wittlich umsehen. Ende November sollen bereits erste Zahlen vorliegen. Mehrere Alternativen werden untersucht. Geklärt werden soll, ob eine Sanierung des Anfang vergangener Woche für den Schulbetrieb gesperrten Nebengebäudes des PWG in der Koblenzer Straße sinnvoll ist und was das kostet. Zudem soll eine Kostenberechnung für die Komplettverlagerung des PWG nach Wengerohr vorliegen. Im Gegenzug würde die Liesertalschule in das heutige PWG-Hauptgebäude ziehen. Ebenfalls Auskunft soll es darüber geben, was ein Unterstufenzentrum von PWG und Cusanus-Gymnasium in Wengerohr kosten soll. Denn, wie es Ausschussmitglied Günter Zelder anmerkte, sei die Raumnot des PWG ein Problem beider Gymnasien. Er befürchtet so wie Ausschusskollege Dirk Richter, dass es im kommenden Jahr einen Schülerstau im Cusanus-Gymnasium geben wird. "Die Wittlicher Eltern werden ihre Kinder am Cusanus-Gymnasium anmelden, damit ihre Kinder nicht nach Wengerohr fahren müssen", sagte Zelder.

Ebenso wie die Landrätin appellierte auch Elfriede Meurer an die Schulaufsicht bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, Lehrer zur Verfügung zu stellen. Sie sollen helfen, den durch den Teilumzug entstehenden Unterrichtsausfall zu verringern. Eine Reaktion auf diese am 11. November auch schriftlich zur ADD gesandten Bitte gibt es bisher nicht.