St.-Nikolaus-Hospital bekommt einen neuen Leiter

St.-Nikolaus-Hospital bekommt einen neuen Leiter

Nach 25-jährigem Wirken als Pfarrer der Pfarrei Maria Himmelfahrt Marpingen im Saarland ist Leo Hofmann von Bischof Stephan Ackermann zum neuen Rektor des St.-Nikolaus-Hospitals ernannt worden. Am Freitag, 12. August, wird er als 56. Rektor in einem feierlichen Gottesdienst in der Stiftskapelle durch Dechant Georg Moritz eingeführt und bei einem anschließenden Festakt im Weinmuseum willkommen geheißen.

Bernkastel-Kues. Vom Saarland an die Mosel: Nach 25 Jahren seelsorgerischem Wirken in Marpingen wurde Pfarrer Leo Hofmann dort Ende Juni verabschiedet. Auch wenn seine Dienstzeit damit offiziell endete, geht Hofmann nicht in den Ruhestand, sondern übernimmt die seit einem Jahr vakante Stelle des Rektors im St.-Nikolaus-Hospital in Kues. Der Geistliche reiht sich damit in die lange Liste der Rektoren ein. Er tritt als 56. Rektor des Cusanusstiftes die Nachfolge von Prälat Hans-Dieter Diekmann an, der von Juni 2009 bis Ende August 2010 dieses Amt innehatte.
Leo Hofmann arbeitete 18 Jahre lang als Lehrer für Religion, Deutsch und Kunstgeschichte in Dillingen, bevor er 1986 nach Marpingen kam. Hier wirkte er ein Vierteljahrhundert als Seelsorger, später wurde ihm zusätzlich die Pfarrei St. Mauritius Alsweiler übertragen.
Seine neue Wirkungsstätte, das St.-Nikolaus-Hospital, liegt an einer sehr reizvollen Stelle des Moseltales, am Kueser Moselufer inmitten der Gartenanlage des Stiftes. Hier widmet sich Hofmann künftig dem Bewahren des Erbes von Nikolaus von Kues, dem bedeutenden Philosophen und Kardinal. Zu seinen künftigen Aufgaben gehört neben dem liturgischen Dienst in der altehrwürdigen Kapelle ebenso die seelsorgerische Betreuung der Heimbewohner des Stiftes. Auch Führungen von Gästen durch das Hospitalsgebäude und die Bibliothek mit ihrem kostbaren Buchbestand will er sich widmen. Diese historische Stätte, die laut Stiftungsurkunde vom 3. Dezember 1458 anfänglich "33 Bedürftigen, mindestens 50 Jahre alten Männern, darunter sechs Geistliche und sechs Adlige, Wohnung und Unterhalt gewährte, erfüllt bis heute ununterbrochen ihre Aufgabe im Dienst der älteren Mitmenschen. Nach umfangreichen Baumaßnahmen in der Vergangenheit präsentiert sich das St.-Nikolaus-Hospital mit seinen 60 Plätzen heute als zeitgemäßes, modernes Alten- und Pflegeheim. mbl

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