Wilbert

Bevor es Sommer wird, muss ich noch meinen Frühjahrsputz halten. Das geht so.

Mir ist langweilig, keiner hat Zeit für ein Schwätzchen, Wilma meckert nur rum, kein Fußball, schlechtes Wetter: Ich krame in meinen Sachen. Zum Beispiel in meiner wild wachsenden Papierecke. Dort horte ich Zeitungen, Prospekte und Magazine, Sachen, die ich ausgeschnitten habe, weil sie ja mal wichtig werden könnten. Und das werden sie spätestens am Frühjahrsputztag. Dann widme ich mich stets meiner Sammlung. So bin ich jetzt auf den Stapel Burgtürmchen gestoßen. Es geht um dieses besondere, älteste Häuschen der Stadt. Das steht und steht und steht so rum und leer. Dabei gab es mal super Ideen! Das habe ich jetzt wiederentdeckt. Zum Beispiel hatte der Herr A.O. aus Berlin, aber eigentlich Säubrenner, gleich drei. Das ist ja enorm viel, weil die Stadt hat keine. Also leer stehen lassen ist nicht wirklich originell, oder? Ich schreibe mal komplett ab, was sich A.O. ausgedacht hat und stelle das mal hier so zur Debatte: "1. Mini-Seniorenheim für zwei Wittlicher Originale, jeden Samstag Morgen Tag der offenen Tür. 2. Schweinezuchtstation für sehr kleine Schweine, Mini-Schweine (sogenannte Teacup pigs), die an der Säubrennerkirmes freigelassen und über den Markt getrieben werden wie die Stiere in Pamplona und das wird dann der neue Touristenmagnet. 3. Zwei stilvolle Luxus-Ausnüchterungszellen für die Säubrennerkirmes. Man könnte die auch kombinieren: Bevor sich ein Senior in einem Altersheim zu Tode langweilt, soll ja vorkommen, überleben tun's jedenfalls die wenigsten, züchtet der die Miniaturwudzja im Türmchen. Dort werden auch Spenden entgegengenommen (Schweinchen-Tafel). An Kirmes gehen die klitzekleinen Schweinchen beim Einholen der ersten Säue im Zug mit, danach werden sie an der Lieser freigelassen. Bevor die nächste Zuchtrunde nach der Kirmes beginnt, ist dann Platz für die Ausnüchterungszelle. So, genug sauber gemacht für heute. Schönes Wochenende!