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Wittlicher gedenken Opfern des Terroranschlags von Paris

Wittlicher gedenken Opfern des Terroranschlags von Paris

Etwa 40 Wittlicher haben sich am heutigen Montag um 12 Uhr zu einer Schweigeminute auf dem Wittlicher Hauptmarkt getroffen. Eine Frau soll die Gelegenheit genutzt und gegen Flüchtlinge gewettert haben.

Die Menschen in der Region sind tief getroffen. Etwa 40 Wittlicher sind am Montag gegen 12 Uhr auf dem Wittlicher Marktplatz zu einer Schweigeminute zusammengekommen. Kreisförmig stehen sie rund um die Die Blicke der Menschen sind auf den Boden gerichtet, eine Gruppe Frauen weint. "Ich fühle mich Frankreich tief verbunden", sagt eine Frau, nachdem sich die Menschen wieder in alle Himmelsrichtungen zerstreut hatten. Sie ist wütend. Nicht alleine wegen der schrecklichen Bilder, die ihr seit Freitagabend nicht mehr aus dem Kopf gehen. Wütend macht sie vor allem die Reaktion einzelner Mitmenschen.

Nur wenige Minuten zuvor sei eine Frau an die trauernden Menschen herangetreten. Sie soll gesagt haben, dass man sich über den Terror nicht zu wundern brauche, wenn man Flüchtlinge ins Land lässt. Eine Meinung, die immer mehr Menschen besonders in sozialen Netzwerken teilen. Das möchte die Passantin nicht gelten lassen. "Wir dürfen jetzt keinen Hass aufkommen lassen", sagt sie.

Vor 30 oder 40 Jahren sei sie als Deutsche in Frankreich gewesen. An die argwöhnischen Blicke, mit denen ihr die Franzosen begegnet seien, erinnere sie sich noch heute. "Das ist furchtbar, und das möchte ich niemanden zumuten."
Menschen, in denen der Fremdenhass tief verankert ist, werde es ihrer Meinung nach immer geben. Dagegen helfe nur eins: "Wir müssen mit diesen Leuten reden und hoffen, dass etwas davon bei ihnen ankommt und ihnen zu denken gibt."

An vielen öffentlichen Plätzen in Europa sind die Menschen heute Mittag zu einer Schweigeminute für die Opfer der Pariser Terroranschläge zusammengekommen.