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Ziel ist der Wechsel von Kappel nach Wittlich

Ziel ist der Wechsel von Kappel nach Wittlich

Mit Reinhard Niedersberg aus Enkirch hat ein weiterer Kandidat sein Interesse an der Nachfolge von Landrätin Beate Läsch-Weber bekundet. Der Enkircher tritt als Einzelbewerber am 27. März an.

Enkirch. Reinhard Niedersberg ist sich seiner Sache sicher und hat sich das Ganze gut überlegt. "Ich möchte neuer Landrat werden", sagt der Enkircher auf TV-Anfrage. Er hat bei der Kreisverwaltung in Wittlich 250 Unterstützungsunterschriften vorgelegt. Nach einer ersten Prüfung habe sich die Zahl auf 240 verringert - 220 Unterschriften sind im Landkreis Bernkastel-Wittlich notwendig, um für die Wahl zugelassen zu werden. "Ich denke, dass das ausreicht", sagt Niedersberg.

Um die notwendigen Unterstützer zu finden, war er nach eigenen Angaben nur in der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach unterwegs. Das reichte. "Dabei habe ich viel Zustimmung erfahren", sagt Niedersberg, der die Nachfolge von Beate Läsch-Weber antreten will. Die Christdemokratin gibt ihren Posten als Landrätin zum 1. April auf und wechselt zum rheinland-pfälzischen Sparkassen- und Giroverband.

Niedersberg arbeitet derzeit als Zivilbeschäftigter bei der Bundeswehr in Kappel. Dort ist er im ABC-Kompetenzzentrum beschäftigt. Diesen Job möchte er gegen den Chefsessel in der Kreisverwaltung tauschen. Auf die Frage nach dem Warum zählt der Kandidat gleich mehrere Gründe auf. "Ich will besonders kleine und mittlere Unternehmen im Landkreis stärken", sagt Niedersberg. Die schafften Arbeitsplätze, was wiederum die Jugend hier halte. Und das sorge mit dafür, "dass der Landkreis kein Altersheim wird." Zudem möchte er das Miteinander von Jung und Alt intensivieren.

Bei seiner Unterschriftensammlung hätten ihn immer wieder Menschen gefragt, ob er es mit seiner Kandidatur wirklich ernst meine. "Ich habe mir das genau überlegt", sagt Reinhard Niedersberg.

Wie an seinen Zielen deutlich werde, habe er sich im Vorfeld viele Gedanken gemacht, ehe er sich zu seiner Bewerbung entschlossen habe, sagt der Enkircher, der weder einer Partei noch einer Wählergruppe angehört. "Ich halte nicht viel von Parteien", sagt er dazu. Deshalb habe er sich auch bisher nicht kommunalpolitisch engagiert.

Neben Reinhard Niedersberg kandidieren Gregor Eibes (CDU), Stephan Henkel, Bernd Spindler (SPD), Frank Kanwischer (FWG) und Thomas Schmitt-Schäfer (Grüne). Weitere Bewerber können sich bis zum 16. Februar bei der Kreisverwaltung melden.

EXTRA

Reinhard Niedersberg ist 55 Jahre alt und stammt aus Enkirch. Er hat eine Ausbildung im Bauhandwerk absolviert. Heute arbeitet er als Zivilbeschäftigter bei der Bundeswehr. Der Kandidat ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. In seiner Freizeit geht er gemeinsam mit seiner Frau auf die Jagd.