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Schmissige und zarte Klänge zum neuen Jahr

Prüm. Das Neujahrskonzert des Bundespolizeiorchesters München bleibt in der Abteistadt ein Publikumsmagnet: Mehr als 400 Gäste lauschten den Musikern und spendeten 1975 Euro für die Flüchtlingsarbeit in Prüm.

Prüm. Ob schmissiger Marsch oder zarte Suite: Die 46 Musiker des Bundespolizeiorchesters München beherrschen ihr Handwerk aus dem Effeff. Wie groß die Bandbreite des Repertoires ist, zeigten die musizierenden Staatsschützer bei ihrem jüngsten Neujahrskonzert in der Karolingerhalle.
"Mehr als 400 Besucher kamen zum Benefizauftritt, wir können wieder sehr zufrieden sein", sagte Manfred Schuler, Organisator bei der Verbandsgemeinde Prüm. Zwar war der Eintritt wie gewohnt frei, insgesamt spendeten die Gäste aber 1975 Euro für die Flüchtlingsarbeit in der Verbandsgemeinde Prüm. Gleich nachdem die Bundespolizei 2006 ihre Dienststelle gegenüber dem Konvikt bezog, begann man damit, gemeinsam mit der Stadt Prüm zum jährlichen Konzert zu laden, und widmete die Einnahmen stets einem sozialen Projekt in der Region. "Das Neujahrskonzert ist eine schöne Tradition. Es zeigt die enge Verbundenheit zwischen Polizei und Stadt", sagte Stadtbürgermeisterin Mathilde Weinandy.
Ein Abschied vor Konzertbeginn


Bevor das Orchester mit der "Magic Ouvertüre" von Thomas Doss eröffnete, galt es aber noch dem Pressesprecher der Trierer Bundespolizeiinspektion, Rudi Höser, zu danken. Im Sommer wird er sich nämlich in den Ruhestand verabschieden und hat damit zum letzten Mal die Moderation des Traditionskonzerts übernommen.
"Rudi Höser ist seit dem ersten Konzert ein wichtiger Initiator, er trug zur Kontinuität der Veranstaltung erheblich bei", betonte Klaus Leidinger, Leiter der Bundespolizeiinspektion Trier. Ein paar Monate habe er zwar noch, sagte Höser, ab Mitte Februar werde er aber seinen Nachfolger Stephan Frücht ins Amt des Pressesprechers einarbeiten und beende dann nach 44 Jahren Ende Juni seinen Polizeidienst. Damit ihm die Abteistadt nicht fehlen wird, überreichte Mathilde Weinandy als Dank für seinen jahrelangen Einsatz ein Fensterbild mit dem Wappen Prüms. "Das reicht jetzt aber auch an Dank, ich habe doch immer nur meine Arbeit gemacht", sagte Höser bescheiden und bat flugs die eigentlichen Stars des Abends auf die Bühne.
Nicht mit dabei sein konnte ausnahmsweise aus Krankheitsgründen der Leiter des Orchesters Christian Lombardi. Kurzfristig übernahm der Chef des Landespolizeiorchesters Baden-Württemberg, Stefan R. Halder, den Taktstock.
Wie sehr das Publikum den Abend genoss, zeigte sich nach Abschluss des offiziellen Programms. Stehend applaudierte man und forderte dreimal nach einer Zugabe. Mit dem Bayerischen Defiliermarsch nahm das Orchester dann schließlich Abschied - bis nächstes Jahr. aff