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Linke stocken Führungsriege auf

Linke stocken Führungsriege auf

Die Landeslinke soll künftig von einem vierköpfigen Sprecherrat statt einer Doppelspitze geführt werden. Das sieht nach TV-Informationen ein Kompromiss vor, mit dem die Querelen an der Führungsspitze beendet werden sollen.

Über die geplante Änderung muss der Parteitag am Samstag noch abstimmen. Mit dem amtierenden Vorsitzenden Wolfgang Ferner und der Bundestagsabgeordneten Katrin Werner kommen zwei Bewerber für die Führungsspitze aus der Region Trier.

Insgesamt fünf Bewerber greifen nach den beiden Chefposten. So tritt auch der frühere Landesvorsitzende Alexander Ulrich erneut an. Kritiker betonen aber, dies sei nicht mit der Satzung vereinbar. Der Bundestagsabgeordnete dürfe als Mandatsträger nicht zugleich ein Parteiamt übernehmen. Der Konflikt soll beim Parteitag gelöst werden. Ulrich war 2010 als Landeschef zurückgetreten, weil er mit der Aufstellung der Kandidaten für die Landtagswahl 2011 nicht einverstanden war. Außerdem werfen Alexandra Erikson und Jürgen Onko Stange ihren Hut in den Ring. Die Co-Vorsitzende Elke Theisinger-Hinkel stellt sich nicht erneut zur Wahl. Die Umfragewerte der Linken im Land sind auf zwei Prozent gesunken. Die Mitgliederzahl ist innerhalb von zweieinhalb Jahren von gut 2000 auf rund 1700 gefallen. Der Parteitag endet am Sonntag.