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Sauberes Wasser: Talsperre Riveris ist für den Raum Trier unverzichtbar

Wasserversorgung : Reines Wasser: Flüssiger Schatz des Hochwalds

Das Wasser der Riveristalsperre ist der Trinkwasserspeicher für die Stadt Trier und die Gemeinden Gutweiler, Korlingen und Sommerau im Kreis Trier-Saarburg. Nach dem Baubeginn 1954 wurde die Talsperre am 13. Juni 1957 offiziell in Betrieb genommen.

Anfang der 1980er Jahre wurden erste Modernisierungsarbeiten am Staudamm durchgeführt. Die Abdichtung im oberen Teil des Staudamms wurde 2001 erneuert. Im Herbst 2007 wurde ein höhenverstellbarer Entnahmearm eingebaut.

Das Einzugsgebiet der Talsperre ist rund 23 Quadratkilometer groß und als Trinkwasserschutzgebiet ausgewiesen. Gestaut werden die Wasser der Riveris und des Thielenbaches. Das Fassungsvermögen ist mit rund 4,58 Millionen Kubikmeter Wasser riesig. Der Stausee hat eine Zuflussmenge von rund elf Millionen Kubikmetern. Er ist 42 Meter tief, der Staudamm 178 Meter breit.

Das Wasser der Riveristalsperre wird durch eine etwa sechs Kilometer lange, unterirdische Rohrleitung zum Wasserwerk Irsch geleitet- Hier sorgen die Stadtwerke Trier (SWT) für die Aufbereitung und Weiterleitung als Trinkwasser. Interessant auch: Bis zum Bau der Talsperre befand sich an dieser Stelle die Osburger Mühle. Rund um die Talsperre führt ein Rundweg. Auf den knapp acht Kilometer kann das Gebiet rund um die Riveristalsperre erwandert werden.

  Die Talsperre  
  
 Komplett gefüllt, fasst sie 4,58 Millionen Kubikmeter Wasser.
Die Talsperre Komplett gefüllt, fasst sie 4,58 Millionen Kubikmeter Wasser. Foto: TV/Rudolf Höser
  Wasserwerk Irsch  
  
 Das Wasser aus der Riveristalsperre gelangt durch eine knapp sechs Kilometer lange Rohrleitung in das Wasserwerk im Trierer Stadtteil Irsch. Das natürliche Gefälle zwischen Talsperre und Wasserwerk beträgt rund 90 Meter. Im Wasserwerk wird nicht nur das Talsperrenwasser zu Trinkwasser aufbereitet, sondern ...
Wasserwerk Irsch Das Wasser aus der Riveristalsperre gelangt durch eine knapp sechs Kilometer lange Rohrleitung in das Wasserwerk im Trierer Stadtteil Irsch. Das natürliche Gefälle zwischen Talsperre und Wasserwerk beträgt rund 90 Meter. Im Wasserwerk wird nicht nur das Talsperrenwasser zu Trinkwasser aufbereitet, sondern ... Foto: TV/Rudolf Höser
  Krafthaus  
  
 ... das Gefälle wird im Krafthaus des Wasserwerkes auch zur Stromerzeugung genutzt. Seit 1958 erzeugen zwei Turbinen mit einer Leistung von insgesamt 600 Kilowatt, jährlich bis zu 1,5 Millionen Kilowattstunden Wasserkraftstrom. Der so erzeugte Strom deckt den Eigenbedarf des Wasserwerks.
Krafthaus ... das Gefälle wird im Krafthaus des Wasserwerkes auch zur Stromerzeugung genutzt. Seit 1958 erzeugen zwei Turbinen mit einer Leistung von insgesamt 600 Kilowatt, jährlich bis zu 1,5 Millionen Kilowattstunden Wasserkraftstrom. Der so erzeugte Strom deckt den Eigenbedarf des Wasserwerks. Foto: TV/Rudolf Höser
  Reaktionsbecken  
  
 Die Trinkwasserverordnung schreibt strenge Grenzwerte vor. Diese sind so bemessen, dass man Trinkwasser bedenkenlos genießen kann.
Reaktionsbecken Die Trinkwasserverordnung schreibt strenge Grenzwerte vor. Diese sind so bemessen, dass man Trinkwasser bedenkenlos genießen kann. Foto: TV/Rudolf Höser
  Filterung und Analyse  
  
 Vor der Einspeisung ins Netz wird das Rohwasser gereinigt. Dazu wird es unter anderem durch Membranfilter geleitet. Dessen Porenweite liegt bei 0,00002 Millimetern. Damit ist der Durchmesser der Poren 3000-mal kleiner als ein menschliches Haar. Bei der Filtration werden Schmutzpartikel, Bakterien und Viren entfernt. Zur Überwachung der Qualität betreiben die SWT ein Labor in Trier-Irsch mit einer Zweigstelle in Prüm. In den Laboren werden jährlich rund 7000 Wasserproben mit etwa 120.000 Einzelparametern auf ihre chemischen, chemisch-physikalischen und mikrobiologischen Inhaltsstoffe überprüft.
Filterung und Analyse Vor der Einspeisung ins Netz wird das Rohwasser gereinigt. Dazu wird es unter anderem durch Membranfilter geleitet. Dessen Porenweite liegt bei 0,00002 Millimetern. Damit ist der Durchmesser der Poren 3000-mal kleiner als ein menschliches Haar. Bei der Filtration werden Schmutzpartikel, Bakterien und Viren entfernt. Zur Überwachung der Qualität betreiben die SWT ein Labor in Trier-Irsch mit einer Zweigstelle in Prüm. In den Laboren werden jährlich rund 7000 Wasserproben mit etwa 120.000 Einzelparametern auf ihre chemischen, chemisch-physikalischen und mikrobiologischen Inhaltsstoffe überprüft. Foto: TV/Rudolf Höser
  Foto: iStock/Alien185
Foto: iStock/Alien185 Foto: Getty Images/iStockphoto/alien185

Rudolf Höser