240 Seiten für einen Dichter und Lehrer

240 Seiten für einen Dichter und Lehrer

In einem 240-seitigen Buch, das der Heimat- und Kulturverein des Kreises Trier-Saarburg herausgegeben hat, werden die Arbeit und das Wirken des Lehrers und Heimatdichters Matthias Lang gewürdigt. Lang hat Spuren in der gesamten Region hinterlassen. Das Werk soll helfen, die Erinnerung an ihn wach zu halten.

Mehring. (dis) Zusammen mit Gymnasiallehrer Manfred Moßmann, einem gebürtigen Hochwälder, hat Dittmar Lauer, Vorsitzender des Heimat- und Kulturvereins des Kreises Trier-Saarburg, ausgewählte Gedichte und Erzählungen von Lehrer Matthias Lang in Mundart und Hochdeutsch zusammengestellt. Die beiden Autoren haben geforscht und recherchiert.

Auswahl von 89 Gedichten in Mundart und Hochdeutsch



Lauer sagt: "Matthias Lang war zwar kein Heinrich Böll und seine Werke werden wohl kaum einen großen Literaturpreis bekommen, dennoch ist er uns so nah und ans Herz gewachsen. Wir wollen ihn daher nicht vergessen und sorgen dafür, dass seine Gedichte, Erzählungen und Romane auch heute noch gelesen werden können."

Lehrer Manfred Moßmann hat im Wesentlichen die Auswahl aus den Lang'schen Gedichten und Erzählungen getroffen, die in dem Buch veröffentlicht sind. Von den 89 Gedichten sind 61 in Mundart geschrieben. Zehn davon hat Moßmann ins Hochdeutsche übertragen.

Die Herausgeber hoffen, mit der Publikation des Buches eine Lücke geschlossen und dazu beigetragen zu haben, dem Heimatdichter einen ihm gebührenden Platz in der regionalen Literaturgeschichte zu sichern.

Im Buch sind aber auch eine bebilderte Biografie des vor 45 Jahren verstorbenen Matthias Lang, eine Einführung in das Werk, eine Anmerkung zu Langs Roman "Abseits vom großen Strom" und eine umfassende Bibliografie enthalten.

Lang, am 18. Februar 1902 im Waderner Stadtteil Biel geboren, verstarb am dritten Adventssonntag 1965 während eines Vortrages in Könen. Er fand seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof in Ehrang.

Lang unterrichtet Schüler in der gesamten Region



Sein erstes Gedicht verfasste Lang als Dreizehnjähriger. In einem 1929 erschienenen Gedicht mit dem Titel "Junglehrerklage" schrieb er sich den Frust und die Enttäuschung seiner frühen Lehrerwanderjahre von der Seele. Oft durfte er nur wenige Wochen an einer Schule unterrichten, bevor er "weitergereicht" wurde. In elf Jahren war er in insgesamt 22 Schulen des Trierer Landes, an Mosel und Saar, in der Eifel und im Hochwald unterwegs.

Seine Spuren hat er, bevor er endlich ab Oktober 1936 eine Klassenlehrerstelle in Kernscheid zugesprochen bekam, zum Beispiel auch in Hontheim, Föhren, Kröv, Osburg, Gusenburg, Trier, Schleidweiler, Fell, Kasel, Salmrohr und Klüsserath hinterlassen.

Das broschierte Buch ist im Alta-Silva-Verlag in Kell erschienen: ISBN 978-3-9814071-0-5.

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