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TRIER. (LH) Es ist ein ganz schön heißes Geschäft, wenn im Trierer Stahlwerk (TSW) Alteisen eingeschmolzen wird. In dem Lichtbogenofen herrschen dann bis zu 1700 Grad Celsius. In die "Pfanne" passen 50 Tonnen flüssiges Rohmaterial.

Noch 1000 Hitzegrade hat der zu einem Stahl-"Knüppel" gegossene Eisenträger, wenn er, eine Tonne schwer und 7,50 Meter lang, die Form verlässt. Von der Abwalzanlage ist es dann nicht mehr weit bis zum Endprodukt: Walzdraht "im Ring" in einer Stärke von 5,5 bis 14 Millimetern stellt das TSW hauptsächlich her. Der Wärme- oder Stoßofen spuckt pro Minute einen Knüppel aus. Als Ausgangsmaterial verwertet das Werk ausschließlich Eisenschrott. So genommen, tut der Betrieb als Recycling-Unternehmen der Umwelt Gutes. Tagesleistung der 240 TSW-Mitarbeiter: 1100 Tonnen Baustahl. Jährlich werden 350 000 Tonnen Eisenschrott "entsorgt". Zwei Stunden dauert der Herstellungsprozess, bis aus dem Schrott neuer Stahl entsteht. Foto: Ludwig Hoff