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Auf dem Domfreihof startete eine Fridays for Future Demonstration

Demonstration : Fridays for Future: Schüler demonstrieren für Klimaschutz

Was haben ein Theaterstück, Wissenschaftler, Großeltern und Greenpeace gemeinsam? Diese Konstellation ist äußerst selten. Doch bei der Fridays-for-Future-Demonstration am Freitag in Trier, zu ersten Mal wieder seit Schulbeginn, trafen sie alle aufeinander.

Mit Redebeiträgen begann Greenpeace vor der eigentlichen Demo: Die Redner wollten die Menschen für ein Handelsabkommen sensibilisieren, das den Regenwald bedrohe. Ein Wissenschaftler der Gruppe Scientists-for-Future leitete ein mit den Worten: „Um Klimawandel sollten sich nur Experten kümmern. Und ich halte die hier Anwesenden für echte Experten.“ Zudem verwies er auf die anstehenden Landtagsahlen und betonte, das Friday-for-Future wichtiger als Schule sei.

Es folgte ein kurzer Aufruf der Gruppe Ende-Gelände-Vernetzung, um bei einem Projekt ähnlich des Hambacher Forsts bei einer Aktion des zivilen Ungehorsams teilzunehmen. Abschließend wurde ein Theaterstück aufgeführt, das Großkonzerne wie RWE, Bayer und Nestlé kritisierte. Das Stück wurde mit einer Parodie des Songs „Marmor, Stein und Eisen bricht“ von Drafi Deutscher abgeschlossen.

Danach begann der Zug durch die Stadt mit Parolen wie „Kohlekonzerne baggern in der Ferne“ oder „Systemchange statt Climatechange“. An der Demonstration nahmen mehr als 100 Menschen teil, darunter einige Senioren, die sich mit Abstand und Mundschutz hinter einem großen Banner aufstellten. Eine Begrenzung schaffte ein gelbes Absperrband mit der Aufschrift „AKW Abschalten“ (gemeint sind Atomkraftwerke).