Den Meistertitel im Visier: Jugendschützen der Mehringer Bruderschaft qualifizieren sich für Wettkampf in München

Den Meistertitel im Visier: Jugendschützen der Mehringer Bruderschaft qualifizieren sich für Wettkampf in München

Zwei 14-jährige Schützen der Schützenbruderschaft St. Sebastianus Mehring haben sich für die Deutsche Meisterschaft in München qualifiziert. Diesen Erfolg verdankt der Verein seiner hervorragenden Jugendarbeit und dem Engagement der Eltern.

Mehring. Sie zählen zu den besten jugendlichen Sportschützen im Land. Doch für Antonia Cordier und Max Pütz von der Mehringer Schützenbruderschaft war es ein langer Weg zum Erfolg, denn bei Kreismeisterschaften, Bezirksmeisterschaften und zur Landesverbandsmeisterschaft in Dortmund mussten sie sich gegen ihre Konkurrenten durchsetzen.
Max belegte bei der Landesmeisterschaft in Dortmund den ersten Platz mit 197 von 200 Ringen. Antonia schaffte 190 von 200 Ringen und gehörte damit zu den 80 besten Schützen, die zur Deutschen Meisterschaft nach München eingeladen wurden.
Sie werden Anfang September in München in zwei Disziplinen, Luftgewehr freistehend und Luftgewehr in drei Stellungen, kniend, liegend und stehend, starten.Körper und Geist im Einklang


Sportliches Schießen bedeutet Schießen nach bestimmten Regeln. Dabei sind Körper und Geist im Einklang. Statischer Aufbau und Körperbeherrschung sowie innere Ruhe und Kontrolle von äußeren Einflüssen bestimmen diesen Sport. Hierfür wird sehr viel Training gebraucht, sowohl körperliches als auch mentales. Das Ziel, den Titel Deutscher Meister ins Visier zu nehmen, verlangt viel Ausdauer, Durchhaltevermögen und Disziplin.
Wer sind nun diese Jugendlichen? Antonia Cordier kommt aus einer Familie mit Schützentradition. Der Opa war Gründungsmitglied, Vater Marco zweimal Schützenkönig und einmal Bezirksschützenkönig, Schwester Angelique (16) bereits zweimal zur Deutschen Meisterschaft in München. Antonia selbst hat mit neun Jahren mit einem Lasergewehr begonnen und großes Talent gezeigt. Sie besucht die Stefan-Andres-Realschule plus in Schweich und hat noch ein weiteres sportliches Hobby - Fußball. Für die Deutsche Meisterschaft in München, an der sie zum ersten Mal teilnimmt, hat sie die Absicht, wenn sie es nicht aufs Treppchen schafft, auf jeden Fall einen besseren Platz als ihre Schwester zu erreichen.
Max Pütz von der St. Sebastian Schützenbruderschaft Ehrang 1480 e.V. startet als Gastschütze für die Mehringer Bruderschaft. Er besucht die Realschule plus Kell am See- Zerf.
Max hat sportlich und beruflich schon konkrete Ziele: einmal Deutscher Meister und eine Ausbildung zum Landmaschinenmechaniker. Seine Mama Silke, ebenfalls Sportschützin, war zweimal Schützenkönig und der Opa Walter Kuhn (73) unterstützt das Hobby seines Enkels.
Silke Pütz sagt: "Ich fahre jährlich mehrere Tausend Kilometer, um die Kinder zu Schießwettkämpfen zu bringen." Der Vorsitzende der Mehringer Schützen, Norbert Dixius, ist sehr stolz auf die Erfolge der Jugendlichen.
Trainiert werden beide Schützen von Winfried Schmitt zweimal pro Woche in der vereinseigenen Schießanlage. Monika Schmitt und Thomas Koch sind die Betreuer.Extra

Das Thema Sicherheit wird bei den Mehringer Schützen groß geschrieben. Die Trainer wurden beim Rheinischen und beim Historischen Schützenbund geschult und mussten eine Prüfung ablegen. Die Verantwortlichen sind als Jugend- und Schießleiter ausgebildet. Sie sind ebenfalls in Waffensachkunde geschult und haben eine Waffenbesitzkarte. Die Waffen, Luftdruckgewehre und Kleinkaliber, sind in einem zertifizierten, einbruchsicheren Waffenschrank verschlossen. Die drei Schlüssel befinden sich bei den zwei Schießmeistern und beim Brudermeister. Die Jugendlichen schießen nur unter Aufsicht von Erwachsenen. Die Schießanlage wird turnusmäßig alle zwei Jahre überprüft. Kinder unter zwölf Jahren fixieren das Ziel mit einem Lasergewehr an und ein Lichtpunkt zeigt den Treffer. Ab zwölf Jahre ist die Luftdruckwaffe erlaubt und auf Wunsch und bei Eignung ab 14 Jahren Kleinkaliber. Sonderregelungen sind mit Einverständnis der Eltern möglich. pitz

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