Die Ursulinen in Trier: Ein Blick in die Geschichte

Die Ursulinen in Trier: Ein Blick in die Geschichte

Im Oktober 2003, anlässlich des 150. Jubiläums der Ursulinen in Trier, blickte die Theologie-Professorin Prof. Dr. Anne Conrad aus Saarbrücken beim Festakt in ihrem Vortrag in der Aula von St. Maximin auf die Geschichte der Ursulinen in Trier zurück. Sie ist wechselvoll und hat sich an verschiedenen Standorten abgespielt.

Die Geschichte der Ursulinen in Trier begann, als 1853 Bischof Wilhelm Arnoldi die Ursulinen, die 1838 das leerstehende Franziskaner-Kloster Calvarienberg bei Ahrweiler bezogen hatten, nach Trier berief. Drei Ordensschwestern zogen im November ins ehemalige Banthusseminar, das heutige Generalvikariat. Am 21. Dezember war die Eröffnung der katholischen Höheren Töchterschule der Ursulinen, damals die größte Mädchenschule Triers. Zu dem Haus gehörten ein Kindergarten und Pensionat.
1879 Infolge des Kulturkampfes verließen am 1. Mai die letzten Schwestern das Banthushaus. Sie fanden Aufnahme in belgischen und holländischen Niederlassungen. Am 27. März 1888 kehrten sie zurück ins alte Banthushaus.
1893 Bau des neuen Kloster- und Pensionatsgebäudes am gleichen Ort.
1903 Errichtung eines neuen Schulgebäudes.
1936 Während der NS-Zeit Abbau der Schule, aufgelöst wurde sie 1940. Im Krieg wurde das Schulgebäude durch Bomben zerstört.
1945 Am 14. August Rückkehr der Ursulinen nach Trier, und zwar nach Sankt Maximin, das von der bischöflichen Behörde als Austausch gegen die Trümmer von Sankt Banthus vertraglich übergeben wurde. Am 2. Oktober Eröffnung von Schule und Internat im notdürftig hergerichteten Haus Sankt Maximin mit Gymnasium, Frauenoberschule und einem Seminar für Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen.
1955 Errichtung einer Realschule. Übersiedlung der Schwestern in ein neues Klostergebäude mit Internat in der Bernhardstraße.
1959 Am 1. September Übersiedlung der Realschule in ein neues Schulgebäude neben dem Kloster in der Bernhardstraße.
1972 Am 13. November Auszug des Ursulinengymnasiums aus der alten Reichsabtei und Einzug in ein neues, von der Diözese erstelltes Schulgebäude in der Neustraße (ehemaliges Gervasiuskloster). Auf Wunsch der Schülerinnen kommt es zur Benennung nach Ordensgründerin Angela Merici. In Heiligkreuz bauten die Ursulinen 1955 im Gelände der Villa Neuerburg ihr Kloster und das Internat neu auf.
1959 Auch die Realschule zieht in das neue Gebäude in der Bernhardstraße 26 um. Während die Blandine-Merten-Realschule stetig erweitert wurde, konnten die Ursulinen nach Schließung des Internats 1992 die weitläufigen Kloster- und Internatsgebäude nicht mehr unterhalten. 1999 wurden sie abgerissen.
1987 wurde die Trierer Ursulinenschwester Blandine Merten (1883-1918) selig gesprochen. Bis heute kümmern sich die Trierer Ursulinen um die Seelsorge im Blandine-Merten-Haus und in der Kapelle an der Schöndorfer Straße.
1988 benannte sich die Realschule nach Blandine Merten.

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