Ein Dialog der Farben

Warmes Rot dominiert: Die Ausstellung "Bilder" der Trierer Künstlerin Claudia Wenzler ist durch Bürgermeister Karl-Heinz Frieden eröffnet worden. In der Städtischen Galerie Kloster Karthaus werden die Werke bis zum 8. Dezember gezeigt.

Konz. (alo) "Claudia Wenzler und ich haben zwei Gemeinsamkeiten: Wir haben beide mal in Göttingen studiert, und unsere Lieblingsfarbe ist Rot", sagte Bürgermeister Karl-Heinz Frieden in seiner Begrüßung zur Vernissage. Er eröffnete damit die Ausstellung der Trierer Künstlerin Claudia Wenzler in der Städtischen Galerie Kloster Karthaus, die besucht war.

Tatsächlich dominiert die Farbe Rot die Ausstellung, die Wenzler schlicht "Bilder" genannt hat. "Irgendwann entdeckte ich: Wow, was für eine tolle Farbe!", erklärt die Künstlerin ihre Leidenschaft. Die Farbe fordere sie heraus, sie bis an ihre Grenzen zu treiben. Als Ergebnis entstanden sowohl komplett einfarbige Bilder, als auch solche, die einen Dialog mit anderen Farben eingehen. "Wie funktioniert Farbe? Diese Frage interessiert mich, und ich gehe ihr auf den Grund", sagt Wenzler. Doch auch die Struktur und Form sind ihr ein wichtiges Anliegen. "Ich suche Formen für das, was Worte nicht ausdrücken können." Struktur erreicht sie, indem sie mehrere Schichten Farbe mit einem Spachtel aufträgt oder Papier in die Bilder einarbeitet. "So entsteht ein Farbklang mit vielen Obertönen", sagte Kunstwissenschaftlerin Gabriele D. Grawe, die an diesem Abend eine Einführung in die Ausstellung gab.

Besonders glücklich ist Claudia Wenzler über die Galerie als Ausstellungsort. Eigens für deren Hinterraum hat sie eine kleine Bildkomposition erschaffen. "Sie bringt die Struktur unglaublich gut raus. So einen tollen Raum gibt es in Trier nicht."

Die Ausstellung ist bis zum 8. Dezember zu sehen.

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