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Fünf Jahre psychosozialer Dienst: Erfolgsmodell zur Krisenbewältigung

Fünf Jahre psychosozialer Dienst: Erfolgsmodell zur Krisenbewältigung

Der psychosoziale Krisendienst in der Stadt Trier und dem Kreis Trier-Saarburg besteht seit fünf Jahren. Die Macher fühlen sich bestätigt: Immer mehr Menschen nehmen die Hilfe an Wochenenden und Feiertagen in Anspruch.

Trier. Seit nunmehr fünf Jahren schließt der psychosoziale Krisendienst der Region Trier die Lücke in der psychiatrischen Betreuung an Wochenenden und an Feiertagen in Trier und dem Landkreis Trier-Saarburg. Träger der Einrichtung ist das Haus der Gesundheit.
Rund 50 Ehrenamtler übernehmen in Zweierteams die Dienste. Dabei arbeitet eine Fachkraft (Psychologe, Sozialarbeiter, Pädagoge) mit einem Psychologiestudenten zusammen.
In einer Feierstunde im Haus der Gesundheit würdigten deren Leiter Michael Siegert sowie Repräsentanten von Stadt und Kreis das Hilfsangebot. Krisenintervention sei eine Kernaufgabe der gemeindenahen Psychiatrie, sagte Triers Sozialdezernentin Angelika Birk. Die Maßnahmen müssten ineinandergreifen, deshalb schließe die Betreuung über die Fünf-Tage-Woche hinaus eine existenzielle Lücke. Sie werde sich für eine weitere Förderung des Projekts im neuen Doppelhaushalt der Stadt einsetzen, versprach Birk.
Die Hilfsteams sind im Gesundheitsamt in der Trierer Paulinstraße erreichbar. Sie werden überwiegend telefonisch kontaktiert, aber auch in den Räumen des Gesundheitsamts aufgesucht. In dringenden Fällen werden Hausbesuche gemacht.
Der Krisendienst (Hilfe und Beratung über Telefon 0651/715517) wird immer häufiger in Anspruch genommen. Im vergangenen Jahr gab es rund 600 Kontaktaufnahmen, vor vier Jahren waren es noch um die 400 gewesen. Im laufenden Jahr hatten bis Ende September bereits 492 Menschen den Krisendienst genutzt. Die meisten meldeten sich wegen persönlichen Problemen, Problemen im Umfeld oder akuten Krisen; in sieben Fällen waren Selbstmordgedanken im Spiel. alf