Hauptgewinn: Ein Kamel

Das Team "DesORIENTiert" aus Trier hat einen der limitierten Startplätze für die Allgäu-Orient Rallye ergattert. Heute, Samstag, 27. April, beginnt die 6500 Kilometer lange Reise nach Jordanien.

Trier/Zemmer. Mit 25 Jahre alten Autos fahren 666 Abenteurer 6500 Kilometer von Oberstaufen im Allgäu nach Amman in Jordanien. Unter ihnen: fünf Trierer und ein Luxemburger. Mit ihrem Team "DesORIENTiert" sind sie bei der achten Allgäu-Orient-Rallye dabei. Ohne Navigationssystem wagen die 24- bis 33-jährigen Abenteurer eine Reise, deren Hauptgewinn offiziell ein Kamel ist. Die Gewinner verschenken es traditionell an Einheimische. "Im Vordergrund steht nicht Geschwindigkeit, sondern die Unterstützung von Hilfsbedürftigen und die Völkerverständigung", sagt Sebastian Schwarz (28). Verschiedene karitative Aufgaben sind zu lösen. Wer das Ziel in Amman mit den meisten Punkten erreicht, gewinnt.Als "positiv verrückt, abenteuerlustig und hilfsbereit" kennzeichnet Sebastian Schwarz seine Truppe. Der Elek trotechniker aus Trier hatte das Format zufällig entdeckt und schnell den Rest seines Rallye Teams begeistert. Laurent Claes (30), Britta Fassian (33), Jasmin Jabbar (28), Ayline Schwarz (24) und Uli Schwarz (24) starten neben Sebastian Schwarz am heutigen Samstag in Richtung Amman. Sie durchqueren 14 Länder, Wüsten, Städte und fahren mit einer Fähre über das Mittelmeer - für Ayline und Uli Schwarz die nachgeholte Hochzeitsreise: "Wir haben 2011 geheiratet und das Geld für die Rallye gespart", sagt die Weiterbildungsassistentin. Im Juli 2012 begannen die Vorbereitungen für die Freunde. Sie kauften und reparierten drei alte Mercedes T, Baujahr 1988 bis 1990. Die Rallyeautos durften laut Reglement nicht teurer als 1111 Euro sein. In Amman werden sie für wohltätige Zwecke versteigert.Vor dem Start überreichte Ortsbürgermeister Edgar Schmitt aus Zemmer, dem Heimatort von Sebastian und Uli Schwarz, dem Team einen heimischen Baum, der in einem neu angelegten Park in Istanbul gepflanzt werden soll. Für ein Waisenhaus in Bosnien hat das Team Kleidung, medizinische Hilfsgüter und Spielsachen an Bord. Pastor Edwin Prim aus Schleidweiler segnete den gespendeten Baum und das gesamte Team an der Kapelle in Daufenbach. Die jungen Abenteurer aus Trier und Luxemburg fühlen sich bestens gewappnet, wie Britta Fassian erklärt: "Trotz unseres Teamnamens sind wir sehr organisiert." redteam-desorientiert.de