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Mit Bewegung und ausgewogener Ernährung gegen Krebs

Mit Bewegung und ausgewogener Ernährung gegen Krebs

"Aktiv gegen Krebs" lautete der Titel einer Infoveranstaltung für Patienten im Brüderkrankenhaus Trier. Bei zwei von drei Erkrankungen liegt die Ursache in Faktoren, die der Mensch beeinflussen kann.

Trier. Die Zahlen des jüngsten Gesundheitsreports zeigen gegenläufige Trends: "Immer weniger Menschen trinken Alkohol", berichtete Dr. Heinz Kirchen, "aber die Zahl der Raucher ist wieder gestiegen." Für Kirchen, Leitender Oberarzt der Abteilung für Innere Medizin I und Leiter des Onkologischen Zentrums im Trie rer Brüderkrankenhaus, das gemeinsam mit dem Patienten-Informationszentrum (PIZ) des Hauses die Veranstaltung ausrichtete, zeigt dies, dass in puncto Prävention Informationsbedarf besteht.
Die stellvertretende Leiterin des Onkologischen Zentrums, Monika Lankeshofer-Loch, zitierte Studien, nach denen rund ein Viertel aller Krebserkrankungen durch eine gesündere Lebensweise vermieden werden könnte. So machte Professor Christian Kölbel, Chefarzt der Inneren Medizin I, deutlich, dass falsche Ernährung und Übergewicht für rund 30 Prozent der Krebserkrankungen ursächlich sind. Von einem Übermaß an Alkoholkonsum gehe ebenso ein hohes Risiko aus, wie vom Verzehr zu viel roten Fleischs.
Auf den Faktor Bewegung ging Dr. Thomas Scheib, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin der Hochwald-Kliniken Weiskirchen ein. "Je mehr ich mich bewege, desto stärker sinkt mein Risiko, an Krebs zu erkranken", erklärte Scheib und nannte beispielhaft den Dickdarmtumor, bei dem sich das Erkrankungsrisiko um bis zu 40 Prozent senken lässt.
Eine Gewähr dafür, nicht an Krebs zu erkranken, bietet auch die gesündeste Lebensweise nicht, betonten die Experten. Doch sie machten klar, dass jeder sein individuelles Erkrankungsrisiko mindern kann. red