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Multikulti, Öl und amerikanische Städte

Multikulti, Öl und amerikanische Städte

Die Geografische Gesellschaft Trier lädt ein zu ihren Vorträgen im Wintersemester. Alle Veranstaltungen finden in der Universität Trier, Campus II, Hörsaal 13 statt.


"Jenseits vonBlack and White - Die Vereinigten Staaten auf dem Weg in eine multikulturelle Gesellschaft?", Donnerstag, 24. November, 18.15 Uhr. Referent ist Profesor Dr. Hans Dieter Laux von der Uni Bonn.
Bis in die 1960er Jahre des 20. Jahrhunderts waren die USA durch den gesellschaftlichen Gegensatz zwischen einer weißen Mehrheit und einer schwarzen Minderheit geprägt, deren rechtliche und politische Lage erst in der Folge der Bürgerrechtsbewegung unter Martin Luther King eine Verbesserung erlebte. Zur gleichen Zeit wurde mit der Liberalisierung der Einwanderungsgesetze im Jahre 1965 das Tor für die Immigration von Nationalitäten geöffnet. Der Vortrag versucht, die Entwicklung nachzuzeichnen, einen Einblick in die soziale und ökonomische Lage ethnischer Gruppen zu geben und abschließend die Frage zu diskutieren, ob die Vereinigten Staaten als Beispiel einer multikulturellen Gesellschaft angesehen werden können. "Fracking und Ölsande in Nordamerika - Illusionen und Realitäten der Energiemärkte", Donnerstag, 1. Dezember, 18.15 Uhr. Referent ist Dr. Konrad Schliephake von der Universität Würzburg.
Nordamerika (USA und Kanada) beherbergt 16 Prozent der Welt-Erdölvorräte, ist aber für 26 Prozent des Welt-Erdölverbrauches verantwortlich. Die leicht zu handhabenden Energiequellen Erdöl und Erdgas stehen in den USA im Vordergrund. Um die Energieimporte zu reduzieren, setzen Investoren auf neue Methoden der Öl- und Gasgewinnung aus Ölsanden und mittels Fracking (Aufbrechen von Lagerstätten mit geringen, gebundenen Gas- und Leichtöl-Vorräten). Der Vortrag zeigt Verbreitung, Eigenschaften, Förderprozesse und Gefahren der beiden nicht-konventionellen Energie-Ressourcen. "Growing Apart? Wachstum und Ungleichheit in US-amerikanischen Städten", Donnerstag, 12. Januar, 18.15 Uhr. Referentin ist Professor Dr. Ulrike Gerhard von der Uni Heidelberg/Heidelberg Center for American Studies.
US-amerikanische Städte gelten gemeinhin als wenig attraktiv: verlassene Innenstädte, hohe Kriminalität, Bürohochhäuser, homogene Vorortlandschaften. Aber trifft dieses Bild noch zu? Lassen sich nicht vielmehr Aufwertungs- und Wandlungsprozesse beobachten, die die Städte in einem neuen Licht erscheinen lassen? Im Vortrag werden die aktuellen Trends der Stadtentwicklung in Nordamerika diskutiert. red