Post hat zu spät reagiert

Zu den TV-Berichten über die verschwunden Postpakete in Trier-Süd

Ich bin eine der betroffenen Kunden, die am 25. November 2004 ein Päckchen in der Postagentur Trier-Süd aufgegeben hat, dass beim Empfänger nie angekommen ist. Bezahlt habe ich dafür ein Porto von 8,20 Euro (ein stolzer Preis: es sind immerhin 16,40 D-Mark) dies nur zu der "relativ preiswerten Versandart" für ein vom Gewicht her leichtes Päckchen. Auf meinen Suchantrag habe ich bisher nur eine Eingangsbestätigung von der Post erhalten. Ich verfolge interessiert die Berichterstattung im Trierischen Volksfreund und muss feststellen, dass der Pressesprecher der Post, Herr Thomeczek, damit beginnt, diese Sache zu verniedlichen und abzuschwächen. Meine Freundin in Idar-Oberstein hörte dort in einem Nachrichtensender ein Interview mit einer Triererin, die allein sechs Pakete vermisst. Was befand sich auf dem im ersten Artikel ( TV vom 26. Januar), genannten Transporter und den im zweiten Artikel ( TV vom 27. Januar), genannten täglich dreimal in der Agentur abzuholenden Postsendungen, von denen jedes Mal Sendungen verschwanden? "Nur Päckchen", deren Verschwinden die Post wohl nicht berührt, da sie für diese ja keinen Ersatz leisten muss. In meinen Augen ist diese Sache ein groß angelegter Raubzug. Ihn frühstmöglichst aufzudecken und zu stoppen wurde durch das Verhalten der Post verhindert, indem sie durch "Nichteinschalten der Polizei" das Handeln der Diebe und das weitere Verschwinden von Postsendungen noch "gefördert" hat. So hatten die Täter sehr viel Zeit, den Inhalt der Pakete und Päckchen zu Geld zu machen. Nach den wohl nicht mehr länger für die Öffentlichkeit zu verheimlichenden Tatsachen (Berichterstattung des Trierischen Volksfreunds ) und dem Einschalten der Polizei nach zwei Monaten, konnte dann innerhalb von drei Tagen ein Fahndungserfolg verzeichnet werden. Warum nicht gleich? Aus dem sicherlich vorhanden gewesenen Diebeslager hätte durch eine frühen Polizei-Zugriff so manches Päckchen gerettet werden können. Meine Frage ist: Wie gedenkt sich die Post in "diesem speziellen Fall" zu verhalten? Haben die Absender von Päckchen bzw. Briefen - abweichend von dem sonst üblichen Verhalten der Post - einen Rechtsanspruch gegen sie, da, wie schon gesagt, die Post durch das zu späte Einschalten der Polizei bei diesem Massenverschwinden von Sendungen, den Schaden, den ihre Kunden erlitten, zum großen Teil mit verursacht hat? Es ging nicht darum, ein verloren gegangenes Päckchen bzw. Paket zu suchen, sondern um ein wirkliches Verbrechen, das in die Hände der Polizei gehörte. Anneliese Karpen, Trier

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