Stadtvorstand sieht Chancen für Skatehalle

Trier · Ein unbebautes Gelände der Stadtwerke Trier in der Zurmaiener Straße gilt neuerdings als möglicher künftiger Standort für eine Skatehalle. Die Sache hat zwei Haken: Das Grundstück in sehr verkehrsgünstiger Lage hat seinen Preis, und die Finanzierung eines Hallenbaus ist fraglich.

Trier. Neues Kapitel im Kampf um eine dauerhafte Heimat für Jugendkultur in Trier: Der TV dokumentiert die Suche nach einem Ersatz für die derzeitige Skatehalle in Trier-West.

Der Prüfbericht: 22 Hallenoptionen hat die Stadtverwaltung unter die Lupe genommen und dem Jugendhilfeausschuss präsentiert, allerdings nichtöffentlich. Der Prüfbericht vom August 2012 blieb bis heute unter Verschluss, da es meist um private Eigentümer geht.

Der Stadtvorstand: Im Oktober sprach sich der Stadtvorstand dafür aus, eine Option weiterzuverfolgen. Es handelt sich um Hallen auf dem Gelände der Stadtwerke Trier (SWT) in der Werner-Siemens-Straße, die von der Eurener Straße in Trier-West abzweigt. In einer Antwort von Bürgermeisterin Angelika Birk (Bündnis 90/Die Grünen) auf eine Anfrage der Grünen-Ratsfraktion heißt es: "Die übrigen Vorschläge wurden als nicht realisierbar eingestuft."

Die Finanzierung: Als entscheidende Hürde bei der Standortsuche nennt die Verwaltung die Kosten. Die Skaterinitiative könne nur den Betrieb einer Halle organisieren, nicht aber Grundstückskauf und Umbau. Auch für die Werner-Siemens-Straße ist die Finanzierung ungeklärt. Der Standort ehemalige Eishalle entfällt, da für Gewerbezwecke vorgesehen.
Die neue Option: Erst seit einigen Wochen ist das SWT-Gelände in der Zurmaiener Straße 152 im Fokus der Planer (und nicht wie von der Verwaltung ursprünglich mitgeteilt Nummer 52). Die Fläche liegt in Trier-Nord am Moselufer zwischen der Shell-Tankstelle und dem SWT-Regenrückhaltebecken. Eine Stiftung hat Interesse bekundet, sich dort am Bau einer Skatehalle zu beteiligen.

Die Aufteilung: Das Gelände umfasst etwa 4000 Quadratmeter. Stadt-Pressesprecher Ralf Frühauf nimmt auf TV-Anfrage Stellung: "Quer über das Gelände laufen unterirdisch Versorgungsleitungen, die nicht überbaut werden dürfen. Es bleibt aber genug Platz, um eine Skatehalle mit einem Flächenbedarf von 1000 Quadratmetern zu bauen. Außerdem bietet das Grundstück Möglichkeiten, im Außenbereich einen Skatepark zu errichten." Das Problem der Finanzierung bestehe allerdings weiterhin - "unabhängig davon, ob neu gebaut oder eine bestehende Halle gekauft und saniert werden muss".

Die Bewertung: Laut Axel Reichertz von der Skaterinitiative hätte ein Hallenbau an diesem Standort einige Vorteile: "Die Zurmaiener Straße bietet für uns Versorgungsmöglichkeiten in der Nachbarschaft und eine gute Verkehrsanbindung. Wir könnten gemeinsame Projekte mit dem Jugendzentrum Exzellenzhaus aufziehen."

Die Perspektive: Oberbürgermeister Klaus Jensen äußerte sich im Stadtrat allgemein zur Standortsuche optimistisch: "Die bisherigen Entscheidungen im Stadtvorstand wurden einvernehmlich getroffen. Ich gehe davon aus, dass wir erfolgreich sein werden."