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Studie: Düstere Zukunftsaussichten für die Region Trier

Studie: Düstere Zukunftsaussichten für die Region Trier

Wirtschaftskraft? Arbeitsplätze? Eine rosige Zukunft steht der Region in und um Trier in den kommenden Jahren nicht bevor. Das zumindest besagt eine Studie des Prognos-Instituts.

Die Studie wertet alle drei Jahre die Zukunftschancen der 402 Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland aus. Aus insgesamt 29 Indikatoren, wie etwa Wirtschaftskraft, Arbeit, Wohlstand, soziale Lage und Innovation erstellt Prognos den am Freitag veröffentlichten „Zukunftsatlas 2016“ .

Daraus leitet sich für die Region Trier ein eher düsteres Bild der Zukunft ab. Während die Stadt Trier immerhin noch auf Platz 206 von 402 zu finden ist, muss der Kreis Bernkastel-Wittlich sich mit Platz 311 begnügen. Am größten ist das Zukunftsrisiko "Dynamik" in Bernkastel-Wittlich. Dieser Aspekt misst unter anderem, wie sich die Arbeitslosenquote verändert und ob junge Menschen in ihrem Landkreis bleiben. Auch wenn es um die zukünftige Situation am Arbeitsmarkt geht, schneidet der Kreis in der Studie schlecht ab.

Nicht viel besser scheint es im Kreis Trier-Saarburg zu laufen: Platz 288. Das "Chancen-Risiko-Verhältnis" stellt sich hier immerhin etwas ausgeglichener als im Kreis Bernkastel-Wittlich. Das größte Risiko geht laut Zukunftsatlas im Kreis Trier-Saarburg von einer mangelnden Innovation aus - diese bindet unter anderem neue Firmengründungen, Erfindungen und Investitionen ein.

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm kann sich Platz 237 sichern und schneidet dabei hinter Trier in der Region am besten ab. Hier mangelt es allerdings ebenso wie in Bernkastel-Wittlich an der Kategorie Dynamik. Dennoch attestiert der Zukunftsatlas einen "ausgeglichenen Chancen-Risiko Mix", die größte Stärke im Kreis ist im Bereich "Arbeitsmarkt" zu verzeichnen.

Die Stadt Trier steht mit Platz 206 an der Spitze in der Region. Laut Zukunftsatlas müssen sich die Trierer keine Sorgen um die Kategorien Arbeitsmarkt, Dynamik und Demografie machen. Besorgniserregend sei allerdings die Kluft zwischen Wohlstand und Arbeitsmarkt. Während die Stadt einen überdurchschnittlichen Platz belegt, wenn es um die Jobs geht, liegt sie bei den Einkünften der Bürger im letzten Drittel der Studie. Auch an der Innovation müsse die Stadt künftig weiter arbeiten.

Der Landkreis Mainz-Bingen hat nach einer Studie des Prognos-Instituts die besten Zukunftsperspektiven aller Regionen in Rheinland-Pfalz. Er liegt in einer bundesweiten Auswertung der 402 Landkreise und kreisfreien Städte auf Rang 33, wie aus dem am Freitag veröffentlichten "Zukunftsatlas 2016" des Forschungsinstituts hervorgeht. "Hohe Zukunftschancen" bescheinigen die Forscher zudem den Städten Mainz (Rang 45) und Koblenz (Rang 56).